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14.06.2019

Zweiter Bombenverdacht am Treidelweg: Mögliche Entschärfung am 18.7.

[Erneut Vollsperrung der Wasserstraße am 21.06.] – Auf einem Grundstück am Treidelweg, südlich der Straßenbrücke nach Lehnitz, sind im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche zwei Bombenverdachtspunkte festgestellt worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) stuft die Gefahr, dass es sich um zwei 500-kg-Bomben amerikanischer Bauart handeln könnte, als sehr hoch ein – auch weil im Umfeld schon mehrfach Bomben mit chemischem Langzeitzünder geborgen werden mussten. Die Freilegungsarbeiten auf dem Grundstück laufen planmäßig, sodass nach jetzigem Stand für Mittwoch, den 17.07. die Aussage erwartet, ob es sich um Bomben handelt – wenn ja, würden die notwendigen Entschärfungen am Donnerstag, den 18.07.2019 erfolgen.


+++ Aktueller Hinweis +++

Bitte beachten Sie, dass der Oder-Havel-Kanal im Bereich der beiden Bombenverdachtspunkte (zwischen km 25,1 und km 25,3) an folgenden Tagen erneut voll gesperrt wird, da dann vor Ort die Brunnenbauarbeiten zur Grundwasserabsenkung stattfinden:

  • Freitag, 21. Juni 2019 von 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ansonsten ist die Schifffahrt in dem betroffenen Bereich aber zu den weiter unten genannten Zeiten unter Auflagen möglich.


 

Zeitplan/Ablauf

Die vorbereitenden Arbeiten zur Freilegung der beiden metallischen Gegenstände verlaufen planmäßig.

Nach jetzigem Stand wird für Mittwoch, den 17.07.2019 die Aussage erwartet, ob es sich wie vermutet um zwei Bomben handelt.

Sollte es sich tatsächlich um zwei Bomben handeln, würden die notwendigen Entschärfungen dann ggf. am Donnerstag, den 18.07.2019 erfolgen.

Der KMBD hatte aufgrund der hohen Gefahrenlage bereits im April als Sofortmaßnahme die Räumung/ Sperrung eines besonders gefährdeten Bereiches um den Fundort empfohlen. Dieser umfasst die komplette Kleingartenanlage südlich der Lehnitzstraße und den Wasserweg zwischen Haveleck und der Brücke (zwischen km 25,1 und 25,3). Der Zutritt und Aufenthalt innerhalb dieses Sperrkreises ist untersagt.

 

Auswirkungen auf Schiffs- und Bootsverkehr (Oder-Havel-Kanal/Lehnitzschleuse)

Weil insbesondere die Sperrung der Wasserstraße für den Binnen-Schifffahrtsverkehr gravierend sind, hatten sich die Stadt Oranienburg, der KMBD sowie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung intensiv über mögliche technische Lösungen verständigt, ob und wie die Schifffahrt in dem betroffenen Bereich kurzfristig dennoch ermöglicht werden kann. Im Ergebnis wurde als Splitterschutz eine zweilagige, knapp 130 Meter lange Containerwand am Ufer errichtet, um Schiffspassagiere möglichst zu schützen. Aufgrund der Containerwand konnte die Schifffahrt zwischenzeitlich ihren Betrieb vorübergehend wieder aufnehmen. Dies ist allerdings nur eingeschränkt möglich, da die systematische Kampfmittelsuche, im Rahmen dessen die beiden Bomben gefunden wurden, dort immer noch läuft.  Folglich ist das Passieren des Bereiches nur außerhalb der Sucharbeiten möglich. Das heißt konkret, dass die Schifffahrt im betroffenen Bereich zu folgenden Zeiten stattfinden kann:

  • Montag bis Donnerstag, vor 7 und nach 17 Uhr
  • freitags bis sonntags sowie an Feiertagen ganztags

Die Durchfahrt ist ausschließlich motorisierten Schiffen und nur mit reduzierter Geschwindigkeit (6 km/h) gestattet. Alle Personen haben sich unter Deck aufzuhalten. Muskelbetriebenen Kleinfahrzeugen (u.a. Kanus, Kajaks, Ruderboote) und Kleinfahrzeugen ohne Aufbauten (u.a. Angelkahn mit Außenborder) ist es weiterhin untersagt, den Kanal an der Gefahrenstelle zu passieren. Weiterhin gilt zu beachten, dass diese Ausnahmeregelung nur gelten wird, solange mit der Bergung der Bomben noch nicht begonnen wurde. Sobald die eigentliche Freilegung der Bomben beginnt, muss der Schifffahrtsverkehr wieder komplett unterbrochen werden.

 

Hintergund / Weitere Informationen

Die Bergung der beiden Verdachtspunkte soll aufgrund des konkreten Gefahrenverdachts schnellstmöglich erfolgen. Nach aktuellem Erkenntnisstand plant der KMBD beide Verdachtspunkte zeitgleich freizulegen. Weil die Bomben aber im wassernahen Bereich und zudem in sechs Metern Tiefe liegen, besteht ein enormer technischer Aufwand, um überhaupt an sie heranzukommen (Anlegen einer Baustraße, Setzen von Spundwandkästen bis auf eine Tiefe von sechs Metern, Grundwasserabsenkung und -haltung, etc.). Deshalb kann im Moment noch kein genauer Zeitplan für die Freilegung benannt werden. Aktuell laufen bereits die Arbeiten zur Errichtung einer Baustraße sowie die Erstellung eines Schichtenverzeichnisses des Untergrundes. Erst nach Fertigstellung dieses Bodengutachtens können belastbare Aussagen über einen konkreten Zeitplan für die Errichtung der wasserfreien Bergegrube und dem Zeitpunkt der Freilegung getroffen werden.

 
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