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10.04.2019

Anomalien in der Lehnitzstraße: Havel in Richtung Lehnitzsee und Schlosshafen gesperrt

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) hat nach neuestem Stand der Technik eine Neubewertung der Messergebnisse der unter dem Namen „Anomalien 7 und 8“ bekannten Bombenverdachtspunkte an der Lehnitzstraße vorgenommen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass aus Sicherheitsgründen ein Sperrkreis von 50 Metern um die Anomalien notwendig ist. Bei beiden Anomalien handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um intakte 250-Kilogramm-Bomben mit chemischen Langzeitzündern.

Die Stadt ist von der aktuellen Neubewertung eines seit längerer Zeit bekannten Bombenverdachtspunktes zum jetzigen Zeitpunkt überrascht worden, wird den fachlichen Empfehlungen der Experten des KMBD aber, wie bislang in jedem Fall, auch hier folgen. Der KMBD begründet die Veränderung der Gefahreneinschätzung und die Notwendigkeit eines Sperrkreises mit den Arbeiten in Vorbereitung der geplanten Freilegung der Verdachtspunkte am 12. Juni. Für die Herstellung der Wasserfreiheit in der Bergegrube hat eine Brunnenbaufirma mit Bohrarbeiten im Erdreich begonnen.

Da dieser Sperrkreis auch die Havel betrifft, wird die Wasserstraße im Bereich zwischen dem Altarm der Havel und der Innsbrucker Straße nördlich des Havelecks ebenfalls gesperrt werden. Die Allgemeinverfügung zur Sperrung des Geländes und der Wasserstraße tritt am Freitag, den 12. April um 12 Uhr in Kraft. Damit ist auch der Oranienburger Schlosshafen von diesem Zeitpunkt an bis zur Klärung der Anomalien vom Wasserstraßennetz abgeschnitten und kann nicht mehr angefahren werden.

Die Abklärung der beiden Anomalien ist wegen ihrer tiefen Lage in belastetem Grundwasser sehr aufwendig und komplex. Die Planungen sind inzwischen jedoch weit fortgeschritten, so dass die Freilegung beider Metallkörper voraussichtlich am Mittwoch, den  12.06.2019 erfolgen soll  Eine notwendige Entschärfung würde am Donnerstag, den 13.06.2019 erfolgen.

 

Hinweis: Durch einen >> Bombenverdacht im nahegelegenen Treidelweg ist die Havel auch in Richtung Lehnitzsee gesperrt, sodass für den Boots- und Schiffsverkehr ein Erreichen der Lehnitzschleuse und der Gewässer im Norden zurzeit leider nicht mehr möglich ist.

 

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