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18.04.2021

Corona-Update zum 19. April – Stadtverwaltung weiter im Notbetrieb, Schlosspark und Tierpark geschlossen

Die Corona-Infektionszahlen steigen weiterhin. Deshalb haben die Bundesregierung und die Landesregierungen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus über den 18.04. hinaus, zunächst bis 3. Mai, verlängert – mit einigen Änderungen und auch Verschärfungen. So gilt etwa von nun an eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Aufgrund der geänderten Verordnung müssen nun auch der Schlosspark sowie der Tierpark Germendorf bis mind. 3. Mai wieder schließen.

 


Inhalt: Aktuelles Update der Regelungen ab 19.04. | Bisherige Updates der Regelungen | Teststellen für Schnelltests  |  Stadtverwaltung weiterhin im eingeschränkten Dienstbetrieb | Städtische und andere Einrichtungen | Politische Gremien | Aktuelle Corona-Fallzahlen


 

Die wichtigsten Änderungen der Corona-Verordnung in Brandenburg ab dem 19.04.2021 (vorerst bis 03.05.)

Quelle: https://corona.brandenburg.de/kkm/de/presse/pressemitteilungen/detail/~17-04-2021-schaerfere-notbremse

 

Versammlungen unter freiem Himmel sind weiterhin ausschließlich ortsfest und mit höchstens 500 Teilnehmenden zulässig (Abstandsgebot, Steuerung und Beschränkung des Zutritts und Aufenthalts, Maskenpflicht). Neu: Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz über 100 liegt, sind Versammlungen nur noch mit höchstens 100 Teilnehmenden zulässig. Wie bisher gilt: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen sind Demonstrationen grundsätzlich untersagt. Im Einzelfall können weiterhin Ausnahmen erteilt werden, wenn dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Landkreise und kreisfreien Städte sollen nach Paragraph 26 der Eindämmungsverordnung weitere Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes ergreifen, wenn das aufgrund eines regionalen oder lokalen Infektionsgeschehens notwendig ist. Neu an dieser Stelle in der Verordnung: Dies kommt insbesondere bei einer kritischen Auslastung der intensivmedizinischen Krankenhauskapazitäten in Betracht.

 

Notbremse ab Inzidenzwert von 100 (in Oberhavel erreicht)

Notbremse ab einer 7-Tages-Inzidenz von über 100: Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz für mindestens drei Tage ununterbrochen über dem Wert von 100 liegt, hat die zuständige Behörde die Überschreitung öffentlich bekanntzugeben. Ab dem Tag nach der Bekanntgabe gelten dort für die Dauer von mindestens 14 Tagen folgende Maßnahmen:

  • Nächtliche Ausgangsbeschränkungen (neu / ähnlich der Regelung über Ostern): In der Zeit von 22 bis 5 Uhr ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet (Hinweis: die geplante Bundes-Notbremse sieht hier den Zeitraum von 21 bis 5 Uhr vor). Triftige Gründe sind insbesondere:
      • der Besuch von Ehe- und Lebenspartnerinnen und -partnern sowie von Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten,
      • die Wahrnehmung des Sorge- oder eines gesetzlichen oder gerichtlich angeordneten Umgangsrechts,
      • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen, die Begleitung und Betreuung Sterbender oder von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen,
      • die Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Leistungen,
      • die Inanspruchnahme veterinärmedizinischer Leistungen und die Versorgung von Tieren (zum Beispiel Gassi gehen oder Pferde füttern),
      • die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
      • das Aufsuchen der Arbeitsstätte und die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten,
      • die Teilnahme an Versammlungen (Demonstrationen), religiösen Veranstaltungen, nicht-religiösen Hochzeiten und Bestattungen,
      • die Teilnahme an nicht untersagten Veranstaltungen, mit Ausnahme privater Feiern und sonstigen Zusammenkünften (Hinweis: dieser Punkt ist im Vergleich zur Oster-Regelung neu/schärfer). Das bedeutet: man muss von einem Verwandtenbesuch rechtzeitig aufbrechen, so dass man bis 22 Uhr das eigene Zuhause erreicht
      • die Durchführung von Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und zur Jagdausübung durch jagdberechtigte und beauftragte Personen.
  • Kontaktbeschränkungen (unverändert / geregelt wie bisher): der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit einer weiteren haushaltsfremden Person erlaubt. Dazugehörige Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet. Diese Personengrenze gilt auch für die Durchführung von Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter sowie von privaten Feiern und Zusammenkünften.
  • Einzelhandel (unverändert / geregelt wie bisher): Verkaufsstellen des Einzelhandels müssen für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Ausgenommen sind Verkaufsstellen des täglichen Bedarfs. Dazu gehören unter anderem: Lebensmittelgeschäfte und Getränkemärkte, Verkaufsstände auf Wochenmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien und Reformhäuser, Optiker und Hörgeräteakustiker, Tierbedarfshandel, Baufachmärkte, Baumschulen, Gartenfachmärkte, Gärtnereien und Floristikgeschäfte, Banken und Sparkassen, Buchhandel, Zeitungs- und Zeitschriftenhandel, Poststellen, Tankstellen sowie Werkstätten für Fahrräder und Kraftfahrzeuge, Abhol- und Lieferdienste.
  • Sport (unverändert / geregelt wie bisher): Die Sportausübung auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Die Ausübung von Kontaktsport mit haushaltsfremden Personen ist untersagt.
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen (geändert / verschärft): Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen für den Publikumsverkehr geschlossen werden: das betrifft neben Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäusern, Galerien, Planetarien, Archiven und öffentlichen Bibliotheken jetzt auch Tierparks, Wildgehege, Zoologische und Botanische Gärten.

 

Ab Inzidenzwert von 200 kein Präsenzunterricht mehr

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 gilt: Sobald ab dem 18. April 2021 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz für mindestens drei Tage ununterbrochen über dem Wert von 200 liegt, hat die zuständige Behörde die Überschreitung öffentlich bekanntzugeben. Ab dem Tag nach der Bekanntgabe ist dort für die Dauer von mindestens 14 Tagen der Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 in der Primarstufe sowie der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegeeinrichtungen untersagt. In diesem Fall ist eine Notbetreuung einzurichten.

Wichtig – davon unberührt bleibt weiter: Der Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen, im letzten Ausbildungsjahr des jeweiligen beruflichen Bildungsgangs, in Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“, die Durchführung von Prüfungen sowie die Abnahme von Prüfungsleistungen, insbesondere nach der Handwerksordnung und dem Berufsbildungsgesetz in den Räumen der Oberstufenzentren, sowie schulische Testverfahren.

Notbetreuung wird ausgeweitet

Neu: Die Hort-Notbetreuung wird ausgeweitet für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 (bisher: Jahrgangsstufen 1 bis 4).

Einen Anspruch auf eine Notbetreuung (Kitas und Horte) haben:

  • Kinder, die aus Gründen der Wahrung des Kindeswohls oder aufgrund von Schulen festgestellter besonderer sozialer Unterstützungsbedarfe zu betreuen sind,
  • Kinder, von denen mindestens ein Personensorgeberechtigter (Hinweis: in bisheriger Verordnung stand „beide Personensorgeberechtigte“) in kritischen Infrastrukturbereichen innerhalb oder außerhalb des Landes Brandenburg beschäftigt sind, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann,
  • Kinder von Alleinerziehenden, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann.

Kritische Infrastrukturbereiche sind:

  • Gesundheitsbereich, gesundheitstechnische und pharmazeutische Bereiche, stationäre und teilstationäre Erziehungshilfen, Internate, Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfe sowie Versorgung psychisch Erkrankter, Personen im stationären oder ambulanten medizinischen oder pflegerischen Bereich,
  • Erzieherin oder Erzieher in der Kindertagesbetreuung und Lehrkräfte,
  • Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen in der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung,
  • Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Feuerwehr und Bundeswehr sowie sonstige nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr,
  • Rechtspflege und Steuerrechtspflege,
  • Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche,
  • Daseinsvorsorge für Energie, Abfall, Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, Informationstechnologie und Telekommunikation,
  • Leistungsverwaltung der Träger der Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch, nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch und nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
  • Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft,
  • Logistikbranche (einschließlich Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer) für die Grundversorgung,
  • Lehrkräfte für zugelassenen Unterricht, für pädagogische Angebote und Betreuungsangebote in Schulen sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen,
  • Medien (einschließlich Infrastruktur bis hin zur Zeitungszustellung),
  • Veterinärmedizin,
  • für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal,
  • Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind,
  • freiwillige Feuerwehren und in anderen Hilfsorganisationen ehrenamtlich Tätige,
  • Bestattungsunternehmen.

Keinen Anspruch auf Notbetreuung haben präsenzpflichtige Kinder, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

 

Vollständige Impfung ersetzt negativen Testnachweis

Vollständig Geimpfte brauchen keinen negativen Testnachweis: Personen, die eine für den vollständigen Impfschutz nötige mindestens 14 Tage zurückliegende Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben, eine entsprechende Impfdokumentation vorlegen können und keine Symptome einer COVID-19-Erkrankungen aufweisen, können Angebote, die bisher nur mit einem negativen Testergebnis genutzt werden dürfen, ohne Vorlage eines Testergebnisses nutzen. Dies gilt auch für Berufsausübungen, für die negative Tests vorgeschrieben sind, z. B. in Schulen und Kitas.

 


Rückblick

Bisherige Corona-Updates


»Oster-Update« der Coronaverordnung (01.–18.04.)

Oster-Update der Corona-Verordnung vom 01.04.2021
Oster-Update der Corona-Verordnung vom 01.04.2021

 

Die wichtigsten Punkte der am 30.03. geänderten 7. Eindämmungsverordnung sind:

 

  • Für Kreise und kreisfreie Städte gilt weiterhin eine klare Notbremse ab Überschreiten des 100er-Inzidenzwertes an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Diese wird durch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ergänzt. Die Ausgangsbeschränkung gilt im Zeitraum von Donnerstag (1. April) bis Montag (5. April). Sie beginnt jeweils um 22 Uhr und endet um 5 Uhr des Folgetages. Ausnahmen gibt es - analog zur Regelung im Dezember - nur für triftige Gründe.
  • Vom 1. April bis Ostermontag 24.00 Uhr gilt: Unabhängig von den 7-Tage-Inzidenzen sind private Zusammenkünfte mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren Haushalts, insgesamt jedoch mit höchstens fünf Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Hier wird die Notbremse also über die Osterfeiertage etwas gelockert.
  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben auf der Grundlage eines individuellen Testkonzepts sicherzustellen, dass alle Beschäftigte mindestens an einem Tag pro Woche einen Corona-Test (Schnell- oder Selbsttest) absolvieren können.
  • Wenn Personendaten in einem Kontaktnachweis zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfasst werden müssen, ist das nun auch in elektronischer Form per Smartphone-App möglich (z. B. Luca-App.)
  • In Pflegeeinrichtungen, diesen gleichgestellten Wohnformen und besonderen Wohnformen gilt künftig keine Personengrenze für Besuche sofern:
    • mindestens 75 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner seit mindestens zwei Wochen den vollen Impfschutz gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben,
    • die Beschäftigten die Möglichkeit zur Impfung hatten und
    • in der Einrichtung aktuell kein Corona-Ausbruch vorliegt.

 


Osterfeuer knnen nicht stattfinden

Aufgrund der anhaltenden epidemischen Lage muss das bevorstehende Osterfest wie schon im letzten Jahr ohne das Ausrichten der traditionellen Osterfeuer auskommen.

Unter das Verbot fallen auch kleinere Feuer. Bürgerinnen und Bürger, die beim Oranienburger Ordnungsamt eine Genehmigung für ein geplantes Osterfeuer beantragt hatten, wurden bereits informiert und nahmen den Entschluss mit Verständnis auf.

Bei Osterfeuern handelt es sich typischerweise um soziale Zusammenkünfte, die vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens bedauerlicherweise nach wie vor dringend zu vermeiden sind. Die geltende Eindämmungsverordnung besagt weiterhin, alle privaten Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Kontakt

Ordnungsamt »

Schloplatz 1
Haus II
16515 Oranienburg

(03301) 600 691
(03301) 600 99 691
E-Mail


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Rückblick:

Oberhavel: Lockerungen ab 23.03. teilweise rückgängig gemacht

Für alle Landkreise und kreisfreien Städte im Land Brandenburg gilt seit Montag, 22.03.2021, eine verschärfte Festlegung zur Eindämmung der Coronapandemie: Sobald der 7-Tage-Inzidenzwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen regional Einschränkungen für mindestens 14 Tage vorgenommen werden. Im Landkreis Oberhavel liegt der 7-Tage-Inzidenzwert seit dem 12.03.2021 konstant über der Marke von 100. Daher gelten die Einschränkungen auch in unserem Landkreis. Die Regelungen gelten ab dem Tag nach der Bekanntgabe des Überschreitens der 100er-Inzidenz-Marke – d.h. ab Dienstag, 23.03.2021 gilt folgendes: 

  • Die Zwei-Haushalte-Regelung wird wieder umgestellt auf: ein Haushalt und eine haushaltsfremde Person. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen.
  • Der Einzelhandel wird geschlossen. Erlaubt bleiben Abholmöglichkeiten. Nicht geschlossen wird der Einzelhandel des täglichen Bedarfs.
  • Auf maximal zwei Personen wird der Individualsport beschränkt – auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel (Beschränkung gilt nicht für Personen des eigenen Haushalts). Vollständig untersagt wird der Kindersport in Gruppen.
  • Für den Publikumsverkehr wieder geschlossen: Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäuser, Galerien, Planetarien, Archive und öffentliche Bibliotheken.

Nicht betroffen von der Rücknahme des dritten Öffnungsschritts sind unter anderem Baumschulen, Gartenfachmärkte, Gärtnereien, Floristikgeschäfte und Baumärkte sowie körpernahe Dienstleistungen.

Schulen: Weiter Wechselbetrieb bis zu den Osterferien / Präsenzpflicht weitgehend aufgehoben

Auch der Wechselbetrieb an den Schulen wird bis zu den Osterferien weitergeführt. Allerdings hat das Brandenburger Bildungsministerium am Sonntag, 21.03.2021, die Präsenzpflicht an Schulen bis zu den Osterferien aufgehoben. Eltern entscheiden damit selbst, ob ihr Kind die Schule besucht. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen.

Weitere Maßnahmen bei steigender Inzidenz

Bei steigenden Inzidenzzahlen hält sich der Landkreis Oberhavel weitere Schritte zur Eindämmung der Coronapandemie vor. Zudem erwartet der Landkreis weitere Festlegungen nach den für den heutigen Montag, 22.03.2021, angekündigten Gesprächen zwischen Bund und Ländern, denen voraussichtlich im Wochenverlauf neue Landesregelungen folgen werden. Die Bürgerinnen und Bürger in Oberhavel werden daher gebeten, sich zu den aktuellen Bestimmungen in der Presse und unter www.oberhavel.de/corona zu informieren.

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Ab 8.03. galt die 7. Eindämmungsverordnung: Lockdown bis 28.03.

Mit der seit 8. März geltenden, inzwischen 7. Eindämmungsverordnung orientiert sich das Land Brandenburg weitestgehend an den Vorgaben der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 3. März. Die bisher gültigen Maßnahmen bleiben großenteils bis einschließlich 28. März bestehen.

Lockerungen gibt es bei Kontaktbeschränkungen und der Öffnung von Geschäften. Auch die Stadtbibliothek kann nun – nach vorheriger Anmeldung und auf eine halbe Stunde begrenzt (s. unten) – Benutzer/innen einlassen. Auch Sport im Freien wird in Gruppen wieder möglich, die Oranienburger Vereine machen schon Gebrauch von dieser Regelung (s. unten).

Dabei gilt aber eine »Notbremse«: Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz landesweit für mindestens drei Tage den Wert von 100 oder in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 200, werden wieder schärfere Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen festgesetzt.


Regelungen der 7. Eindmmungsverordnung (bis 28.03.)

Neue Regelungen der 7. Eindmmungsverordnung in Brandenburg ab dem 08.03.2021
Neue Regelungen der 7. Eindmmungsverordnung in Brandenburg ab dem 08.03.2021

Hier sind die wichtigsten neuen Regelungen aufgeführt:

  • Der bisher von der Schließungsanordnung betroffene Einzelhandel kann für Termin-Shopping-Angebote („Click & Meet") öffnen. Dies wird jedoch auf eine Kundin / einen Kunden bzw. einen Hausstand pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzt. Notwendig: Vorherige Terminbuchung und Kontaktnachverfolgung.

  • Baumärkte können öffnen.

  • Für Gartenmärkte und Floristikbetriebe entfällt die 50-Prozent-Regel zur Außenverkaufsfläche. Dies ist insbesondere für kleinere Blumenläden wichtig.Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel Kosmetik-, Tattoo- und Sonnenstudios können unter Auflagen öffnen. Sofern keine Maske getragen werden kann, müssen Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen bestätigten negativen COVID-19 Schnelltest vorweisen oder vor Ort einen Selbsttest machen.

  • Auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel ist kontaktfreier Sport mit bis zu zehn Personen in dokumentierten Gruppen erlaubt. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren ist gemeinsamer Sport in einer Gruppe bis zu 20 Personen (zuzüglich Aufsichtspersonal) gestattet.Museen, Gedenkstätten, Galerien, Planetarien, öffentliche Bibliotheken können unter Auflagen (z.B. vorherige Terminvergabe) öffnen.

  • Notbremse: Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz für mindestens drei Tage in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 200 werden wieder schärfere Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen festgesetzt.
 

Quelle: https://www.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=bb1.c.697561.de&fbclid=IwAR3CB0Ra9BtzqlwUAMix2SvlXuPAqeG_8kBMtSI8q2SkH_zGl_lDAizUPAQ

Zum Nachlesen im Wortlaut gibt es hier die am 30.03.2021 geänderte >> 7. Eindämmungsverordnung (ext. Link).


 

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Teststellen für kostenlose Schnelltests

Der Landkreis Oberhavel hat in Umsetzung der Beschlüsse auf Bundesebene eigene Teststellen für Schnelltests in Oranienburg-Lehnitz und Gransee in Kooperation mit freien Trägern eröffnet, in denen sich Bürger/innen einmal wöchentlich kostenlos testen lassen können. Die Teststelle Oranienburg-Lehnitz befindet sich auf dem ehemaligen Kasernengelände im Mühlenbecker Weg (Ausschilderung befolgen). Eine Anmeldung ist momentan nicht erforderlich. Geöffnet ist die Teststelle von montags bis freitags zwischen 08.00 und 18.00 Uhr. Eine Bescheinigung über das Testergebnis wird erstellt. Ein einheitliches Zeugnis über das Testergebnis ist auf Bundesebene in Arbeit. Mehr Informationen auf der Website des Landkreises: www.oberhavel.de.

Hinweis: Das Gesundheitsamt Oberhavel weist darauf hin, dass an den Teststellen nur Personen getestet werden können, die symptomfrei sind. Personen mit Krankheitszeichen, die den Verdacht einer Coronainfektion nahelegen – wie Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, aber auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen – können sich nicht in der Teststelle testen lassen. Sie müssen bei ihrem Hausarzt einen PCR-Test veranlassen.

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Stadtverwaltung weiterhin im eingeschränkten Dienstbetrieb

Die Verlängerung des Shutdowns wirkt sich auch auf die Oranienburger Stadtverwaltung aus. So bleibt der eingeschränkte Betrieb mind. bis einschließlich 14. Mai bestehen. Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger:

Per Telefon, E-Mail oder Fax ist die Erreichbarkeit der Verwaltung sichergestellt.

Ausschließlich das Bürgeramt bleibt weiterhin geöffnet, alle anderen Bereiche sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Jedoch endet die Sprechzeit im Bürgeramt donnerstags bereits um 16.00 Uhr. Zudem wird noch einmal eindringlich darum gebeten, persönliche Termine nur wahrzunehmen, wenn sie zwingend erforderlich sind (zum Beispiel ablaufende Personaldokumente, An- und Ummeldungen). Ansonsten mögen Anliegen bitte ausschließlich per Telefon oder E-Mail geklärt werden.

Bereits terminierte Trauungen werden durchgeführt und auch neue Termine für Trauungen können im Standesamt vereinbart werden. Bei Trauungen sind aktuell 5 Personen im Trauraum erlaubt: Das Brautpaar, 2 weitere Personen (evtl. Trauzeugen oder gemeinsame Kinder über 14), gemeinsame in einem Haushalt lebende Kinder unter 14 Jahren sowie die Standesbeamtin oder der Standesbeamte. Alle Beteiligten müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen.

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Städtische und andere Einrichtungen

 

Coronabedingt geschlossen sind zurzeit folgende städtische Einrichtungen:

  • Die Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsteilen
  • das Regine-Hildebrandt-Haus, das Bürgerzentrum und der Eltern-Kind-Treff. Die Beratungs- und Hilfsangebote im Bürgerzentrum (DRK-Erziehungs- und Familienberatungsstelle, Verbraucherzentrale etc.) können aber unter den bereits geltenden Hygiene- und Kontaktbestimmungen weiterhin nach Terminabsprache vor Ort wahrgenommen werden.
  • Die städtischen Sporthallen. Der schulische Sportbetrieb wird aber aufrechterhalten, außerdem gibt es ab dem 8. März u.a. Lockerungen für den Sport im Freien (siehe unten).
  • die TURM ErlebnisCity. Informationen finden Sie auf www.erlebniscity.de
  • Die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH (TKO) hat ihre Einrichtungen ebenfalls geschlossen. Davon betroffen sind:
    • Orangerie – Veranstaltungen entfallen. Infos zu bereits gekauften Karten gibt es in der Tourist-Information (telefonisch Mo. bis Fr. 10 bis 14 Uhr)
    • Der Schlosspark stand seit dem 22. Februar Besucher/innen wieder offen – ab dem 20. April muss der Schlosspark aufgrund der aktuellen Regelungen wieder schließen.
    • Schlosshafen
    • Reisemobilstellplatz
    • Tourist-Information. Von Montag bis Freitag ist die TI telefonisch in der Zeit von 10 bis 14 Uhr unter (03301) 600 81 10 erreichbar.
  • Die Stadtbibliothek ist seit dem 22. März wieder geschlossen. Es kann aber nach wie vor der Bestell- und Abholservice genutzt werden. Bereits entliehene Medien werden noch verlängert. Informationen und Anmeldung unter www.stadtbibliothek-oranienburg.de
  • Der Tier-, Ur- und Freizeitpark Germendorf war seit 15.02.2021 wieder geöffnet – nun musste er aufgrund der verschärften Einschränkungen/Regeln vorerst wieder schließen. Bitte informieren Sie sich auf der Website: www.freizeitpark-germendorf.de

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Politische Gremien: Hybrid-Sitzungen und Livestream

Die SVV- und Ausschuss-Sitzungen werden weiterhin als Hybrid-Sitzung durchgeführt und im Livestream auf www. oranienburg.de/ausschuss-live bzw. auf www.oranienburg.de/svv-live übertragen. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation werden Bürgerinnen und Bürger eindringlich darum gebeten, die Möglichkeit des Livestreams zu nutzen und nicht persönlich zu den Ausschusssitzungen zu erscheinen. Anfragen an die Verwaltung mögen vorab schriftlich zugesandt werden.

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Aktuelle Corona-Fallzahlen im Landkreis Oberhavel

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Oberhavel liegt mit Datum von Montag, 19.04.2021, bei 128,2.

Bisher sind im Landkreis insgesamt 7.529 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden. Seit Freitag, 16.04.2021, wurden 88 Neuinfektionen registriert. 244 Personen sind seit Beginn der Pandemie an oder infolge einer Coronainfektion verstorben. (Quelle: Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg, 19.04.2021, 00.00 Uhr).

Die Gesamtzahl der COVID19-Fälle seit Beginn der Pandemie verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Landkreis: Birkenwerder: 262 (+3), Fürstenberg/Havel: 307 (+1), Glienicke/Nordbahn: 365 (+3), Gransee: 278 (+0), Großwoltersdorf: 39 (+0), Hennigsdorf: 962 (+15), Hohen Neuendorf: 900 (+17), Kremmen: 224 (+4), Leegebruch: 242 (+3), Liebenwalde: 159 (+2), Löwenberger Land: 281 (+1), Mühlenbecker Land: 486 (+9), Oberkrämer: 445 (+13), Oranienburg: 1.566 (+12), Schönermark: 18 (+0), Sonnenberg: 26 (+1), Stechlin: 48 (+0), Velten: 414 (+1), Zehdenick: 517 (+2), ohne Angabe des Wohnortes: 4.

 

Die vollständigen Zahlen finden Sie auf www.oberhavel.de/corona

 

Hinweise zu den Fallzahlen:

Der Landkreis Oberhavel leitet täglich die Daten der laborbestätigten COVID-19-Fälle an das Land Brandenburg weiter. Diese Daten gehen nach einer Plausibilitätsprüfung in die tägliche Meldung der Fallzahlen des Landes Brandenburg ein. Durch das Land Brandenburg werden die Daten an das Robert Koch-Institut (RKI) weitergeleitet.

Die Angabe der Infektionsfälle in den Kommunen erfolgt auf Basis der Fachanwendung OctoWare. Eine gemeindescharfe Zuordnung der aktiven Infektionsfälle ist auf Grundlage der Fachanwendung nicht gegeben. Die Angabe in Klammern bezieht sich auf die Anzahl der Neuinfektionen im Vergleich zur letzten Veröffentlichung der Fallzahlen durch den Landkreis Oberhavel. Die Angabe der Fälle ohne Angabe des Wohnortes basiert auf Meldungen von Ärzten, Kliniken oder Laboren ohne Angabe der Postleitzahl. Eine Recherche des Wohnortes erfolgt im Verlauf der Bearbeitung des Positivfalls und wird im Zuge dessen nachgetragen. Insofern werden den Kommunen ggf. Fälle nachträglich zugeordnet, die nicht als Neuinfektion in die Gesamtzahl der Infektionen einfließen. In Einzelfällen sind zudem Korrekturen aufgrund ungenauer Zuordnungen erforderlich.

Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner.

Eine Angabe der Zahl genesener Personen ist auf Grundlage der Fachanwendung nicht möglich. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht. Im Allgemeinen werden die aus dem ambulanten Bereich gemeldeten Infizierten nach 14 Tagen, gemäß RKI-Standard, als genesen betrachtet.

 


Alle Informationen rund um das Corona-Virus und die Maßnahmen (insgesamt und in unserer Region) finden Sie stets aktuell auf www.oberhavel.de/corona