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22.10.2025

Großbombe auf der »Biberinsel« erfolgreich entschärft 

Um 14:20 Uhr verkündete der Sirenenton Entwarnung: Die im Bereich der Biberinsel gefundene 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe wurde erfolgreich entschärft. Der um 8 Uhr in Kraft getretene 1.000-Meter-Sperrkreis rund um den Fundort konnte aufgehoben werden – und damit rund 3.000 Oranienburgerinnen und Oranienburger in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Bombe lag im Bereich der »Biberinsel« – eine kleine, vegetationslose Fläche zwischen Havel und ehemaliger Biberfarm – in einer Tiefe von rund fünf Metern. Bei der Bombe handelte es sich um eine 250-kg-Bombe amerikanischer Bauart, die mit zwei mechanischen Aufschlagzündern versehen war und im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche gefunden wurde.

Die Bombe war die 236. Weltkriegsbombe, die seit 1990 aus Oranienburgs Erde geholt werden musste. Die Arbeiten verliefen reibungslos, beide Zünder konnten ohne größere Probleme entfernt werden. Rund um den Fundort der Bombe galt seit den frühen Morgenstunden ein Sperrkreis, der nicht betreten werden durfte. Rund 3000 Menschen waren betroffen und mussten evakuiert werden. Nachdem der Sperrkreis vollständig kontrolliert wurde und sichergestellt war, dass sich niemand mehr darin befindet, konnte das Entschärfer-Team gegen 11:45 Uhr zur Tat schreiten und mit den Entschärfungsarbeiten beginnen. Nachdem die Bombe entschärft, geborgen und abtransportiert werden konnte, wurde der Sperrkreis 14:20 Uhr mittels Sirenenton wieder freigegeben. Die Räumstelle selbst bleibt nach wie vor noch gesperrt und wird bewacht.

„Danke an alle Einsatzkräfte, die heute zum Gelingen der Bombenentschärfung beigetragen haben“, so Bürgermeister Alexander Laesicke. „Ob in der Anlaufstelle, im Einsatzstab, an den Sperrposten oder direkt an der Bombe, alle haben ihr Bestes gegeben, damit auch diese Bombe reibungslos aus Oranienburgs Erde geholt werden konnte.“ Mehr als 80 Kräfte vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD), der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, der Polizei und eines beauftragten Wachschutzes waren heute im Einsatz, damit die Bombenentschärfung vonstatten gehen konnte. Der KMBD war mit einem neunköpfigen Team, das unmittelbar mit der Entschärfung betraut war, vor Ort.


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Sperrkreis 

Am Mittwoch, den 22. Oktober, soll die Bombe entschärft werden. Rund um den Fundort der Bombe tritt dafür ab 8 Uhr ein Sperrkreis mit einem Radius von circa 1000 Metern in Kraft, der nicht betreten werden darf. Knapp 3000 Menschen leben in diesem Sperrbereich und müssen ihre Wohnungen verlassen. Außerdem befinden sich hier die Jean-Clermont-Schule, Gewerbegebiete und einige städtische Einrichtungen. Zudem verlaufen hier der Ruppiner Kanal, die Havel und der Oranienburger Kanal, die für die Entschärfung gesperrt werden müssen. Betroffen ist auch der Busverkehr. Die Linie 821 entfällt. Alle anderen Linien werden umgeleitet. Die B96 und die Bahnstrecke liegen hingegen außerhalb des Sperrkreises, so dass es hier zu keinen Einschränkungen kommt.

Anlaufstelle im Regine-Hildebrandt-Haus/Bus-Shuttle

Für betroffene Bürgerinnen und Bürger, die nicht anderweitig unterkommen können, stellt die Stadt eine Anlaufstelle zur Verfügung: Den Saal im Regine-Hildebrandt-Haus in der Sachsenhausener Straße 1. Außerdem wird ein Bus-Shuttle-Service angeboten. Der Bus wird durch den Sperrkreis fahren und Bürger von Sachsenhausen zur Anlaufstelle im Regine-Hildebrandt-Haus bringen. Der Bus fährt einmalig wie folgt:

Haltestelle 1: Kremmener Straße ab 07:30 Uhr,

Haltestelle 2: Hauptweg ab 07:33 Uhr,

Haltestelle 3: Dulonstraße ab 07:35 Uhr,

Haltestelle 4: Oelschlägerstraße ab 07:35 Uhr,

Haltestelle 5: Schule ab 07:37 Uhr,

Haltestelle 6: Chausseestraße ab 07:41 Uhr,

Haltestelle 7: Adolf-Mertens-Straße ab 07:42 Uhr,

Haltestelle 8: Bernauer Straße, Ausstieg (Ankunft 7:46 Uhr im Regine-Hildebrandt-Haus)

Nach Aufhebung des Sperrkreises fährt ebenfalls einmalig ein Bus von der Anlaufstelle Regine-Hildebrandt-Haus zurück nach Sachsenhausen. Es gelten die gleichen Haltestellen wie bei der Hinfahrt.

Bürgertelefon geschaltet

Fragen zur bevorstehenden Bombenentschärfung werden unter der Telefonnummer (03301) 600 900 beantwortet. Dieses Bürgertelefon ist am Dienstag, 21.10.2025, noch bis 15 Uhr sowie am Mittwoch, 22.10.2025, von 7 Uhr bis zum Abschluss der Entschärfung besetzt.

Die Kontrolle des Sperrkreises startet am Mittwoch, 22.10.2025, um 8 Uhr und wird voraussichtlich einige Stunden in Anspruch nehmen. Erst wenn sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Sperrkreis aufhält, kann das Entschärfer-Team seine eigentliche Arbeit aufnehmen. Sollte alles reibungslos vonstattengehen, könnte die Entschärfung der Bombe am frühen Nachmittag abgeschlossen sein. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich eine Bombenentschärfung auch durchaus in die Länge ziehen kann. Vorsorglich bittet die Stadtverwaltung darum, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger darauf entsprechend einstellen.

Infos auch über KATWARN

Informationen zur Bombenentschärfung werden auch wieder über die KATWARN-App übermittelt. Ein wichtiger Hinweis dazu: Der dort rot dargestellte Bereich ist nicht der Sperrkreis, das ist lediglich der Bereich, der über die KATWARN-App mit Informationen zur Entschärfung versorgt wird.