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Verkehrskonzept Süd

Verkehrskonzept für das Wohnquartier am Oranienburger Kanal in Oranienburg Süd:
Ab 18. Mai 2026 werden verschiedene Verkehrsführungen getestet

Viel Verkehr, schmale Straßen und eine Grundschule mittendrin: Für das am Oranienburger Kanal angrenzende Wohnquartier in Oranienburg Süd wird derzeit ein Verkehrskonzept entwickelt, das dazu dienen soll, den Verkehr zwischen Berliner Straße, Oranienburger Kanal, Birkenallee und der ehemaligen Bahntrasse der Kremmener Bahn besser zu regeln und sicherer zu gestalten, ohne die Erreichbarkeit für Anwohnerinnen und Anwohner allzu sehr einzuschränken.

Anlass für die Konzepterstellung ist ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21.02.2022, wonach die Straße Am Kanal nur noch in Richtung Norden befahren werden soll.

Um die erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung durch die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oberhavel hierfür zu erwirken, werden ab dem 18. Mai verschiedene Verkehrsführungsvarianten zur Verkehrsberuhigung im Wohnquartier erprobt: Zuerst ein nördliches Einfahrverbot für die Straße „Am Kanal“. Dann folgt ab 22. Juni eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“ mit Freigabe für den Radverkehr. Zuletzt wird ab 14. September eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“, Freigabe für den Radverkehr und einem südlichen Einfahrverbot der Hildburghausener Straße getestet.

Alle Varianten werden rund fünf Wochen lang getestet. Aufgrund der Sommerferien wird die zweite Testphase aber etwas länger dauern, um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Während die drei Varianten getestet werden, erfolgt parallel eine Verkehrserhebung, um mögliche Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr zu erfassen.

 

 

Während der drei Testphasen wird auf dieser Seite ein Fragebogen zur Verfügung gestellt, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Hinweise zur jeweiligen Verkehrsführung mitteilen können, um so mitentscheiden zu können, welche Varianten der Verkehrsberuhigung am Ende dauerhaft umgesetzt werden.

Am 29. April 2026 fand eine erste öffentliche Auftaktveranstaltung statt, in der die Stadtverwaltung und das beauftragte Verkehrsplanungsbüro stadtraum ausführlich über das Projekt, bereits durchgeführte Verkehrserhebungen, geplante Verkehrsführungs-Varianten und die Beteiligungsmöglichkeiten informiert haben.

 


Die vollständige Auswertung aller Rückmeldungen, Verkehrsdaten und Verkehrsführungsvarianten ist für 2027 vorgesehen. Bis dahin wird Oranienburg Süd gewissermaßen zum Reallabor für neue Wege in der Verkehrslenkung. Am Ende geht es dabei um die grundlegende Frage, wie ein Wohnquartier so gestaltet werden kann, dass es in erster Linie Lebensraum bleibt, der nicht übermäßig durch Verkehr belastet wird.