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Grüne Stadt am Wasser

Die Oranienburger Havel fließt malerisch mitten durch die Kernstadt. Der Fluss und sein grüner Uferbereich bieten zusammen mit Lehnitzsee und Havelkanal sowohl der Bevölkerung als auch Gästen Raum für naturnahe Erholung. Auch im Wassertourismus steckt noch viel Potenzial. Oranienburg ist deshalb Gründungsmitglied der Wassertourismus Initiative Nord (WIN). Ziel der WIN-Initiative ist es, durch Investitionen in die wassertouristische Infrastruktur im Norden Brandenburgs langfristig eines der attraktivsten Wassertourismusreviere in Europa zu entwickeln.

Das für die Stadt wichtigste und aktuelle Projekt der WIN-Initiative ist der Neubau der Schleuse Friedenthal. Sie soll die Verbindung in die Ruppiner Gewässer wieder herstellen und die Sackgassensituation des Schlosshafens auflösen. Für den Neubau der Schleuse Friedenthal unterzeichneten am 6. Dezember 2017 die Stadt Oranienburg und der Bund eine Absichtserklärung. Ein Meilenstein auf dem langen Weg zur Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal, denn damit sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass nunmehr u. a. die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammengetragen werden können, um noch 2018 das Baurecht für den Schleusenneubau zu schaffen. Gebaut werden soll die wichtige Verbindung in den Jahren 2019/2020.

Erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit zahlt sich aus

Mit dieser Vereinbarung haben der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, und der damalige Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke die entscheidende Weichenstellung zur Finanzierung und Wiederherstellung der Schleuse Friedenthal vollzogen. „Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass die Vereinbarung mit dem Bund ein historischer Moment ist“, verkündete Hans-Joachim Laesicke und freute sich, dass der gordische Knoten nach so vielen Jahren nun endlich gelöst wurde. Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte kommentierte: "Langer Atem zahlt sich aus – die interkommunale Zusammenarbeit ist wichtig, um Dinge voranzubringen."

Für die Stadt brachte die Unterzeichnung durch den Bund Planungssicherheit, weil dieser sich damit verbindlich bekennt, 50 Prozent der Bau- und Planungskosten zu tragen. Auch an den Kosten für die Kampfmittelsondierung und ggf. deren Beseitigung wird sich der Bund beteiligen. Um das wichtige wassertouristische Projekt auf den Weg zu bringen, hatte die Stadt Oranienburg die bereits beauftragten Planungsleistungen in Höhe von 190.000 € vorfinanziert.

Von weiteren Projekten werden entscheidende Impulse hinsichtlich privater Investitionen im Umfeld des Lehnitzsees erwartet, wie z.B. die Ergänzung gastronomischer, Freizeit- und Übernachtungsangebote.

Hier eine kurze Übersicht:

Ein wirtschaftlicher Impuls mit Strahlkraft zugunsten der nahegelegenen Innenstadt wird durch die Errichtung einer Schiffsanlegestelle am Lehnitzsee erwartet, welche es auch größeren Fahrgastschiffen ermöglicht, von Berlin kommend Oranienburg zu erreichen. Die Genehmigungsplanung für den Neubau der Steganlage ist mittlerweile beauftragt, statistische Berechnung und Prüfung liegen vor und sind bereits dem Landkreis Oberhavel und dem WSA zur Stellungnahme überreicht worden.

Die Finanzierung des Projektes ist zu einem großen Teil aus GRW-Mitteln geplant, ein entsprechender Zuwendungsantrag wurde im ersten Quartal 2018 bewilligt. Im II. Halbjahr 2018 sind nun die Ausschreibung und die Vergabe im vorgesehen. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf etwa 540.000 Euro, inklusive eines Eigenanteils von 98.000 Euro.

Da der Fokus mittlerweile auf den Neubau der Schleuse Friedenthal gerichtet wurde und die weiteren Schleusenbauten nicht weiterverfolgt werden, gilt es nun, die Nordumfahrung Oranienburg (Havel und Malzer Kanal) für den sanften Wassertourismus (z.B. Kanuwandern) herzurichten. So sollen an den Schleusenstandorten in Sachsenhausen und Malz jeweils Umtragemöglichkeiten für muskelgetriebene Boote (Bootsschleppen o.ä.) hergerichtet werden.

Da sich der Bauzustand der Straßenbrücke „Kreuzallee“ in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich verschlechtert hat und bei der Benotung mittlerweile an der Schwelle des kritischen Bereiches einzuordnen ist, wonach die Standortsicherheit des Bauwerks bzw. die Verkehrssicherheit nicht mehr uneingeschränkt gegeben sind, wird die Stadt Oranienburg die Brücke in nächster Zeit  reparieren. Die zu geringe Durchfahrtshöhe wird sich hierdurch jedoch nicht verändern. Eine Erneuerung des Brückenwerkes ist deshalb ebenso erforderlich, wenn die Umtragemöglichkeiten Malz und Sachsenhausen umgesetzt werden.

Auch bei der Qualifizierung des  Uferbereiches des Lehnitzsees ist die Stadt Oranienburg große Schritte weitergekommen: Dort wurde bis zum Jahresende 2017 die Seepromande ausgebaut, verbreitert und mit Möblierung inklusive neuer Mastleuchten aufgewertet. Die Kosten in Höhe von 300.000 Euro trägt die Stadt. Weitere Aufwertungsmaßnahmen, beispielsweise durch umfangreiche Entkrautung, Outdoorspiel – und sportgeräte, eine Feuerstelle und neue Abfallbehälter, sind für 2018 und 2019 im städtischen Haushalt eingeplant – unter anderem flankiert durch Projekte aus dem Bürgerhaushalt der Stadt.

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