Große Resonanz beim diesjährigen Jugendforum
Wenn junge Menschen Zukunft gestalten: Beim Jugendforum der Stadt Oranienburg kamen jüngst mehr als 100 Kinder und Jugendliche zusammen, um mit Politik, Verwaltung und Fachkräften über Ideen und Vorstellungen zu sprechen, die sie für unsere Stadt haben.
Was haben Kinder und Jugendliche in Oranienburg auf dem Herzen? Was wünschen sie sich für Veränderungen in der Stadt und wie kann man diese umsetzen? Beim diesjährigen Jugendforum, das jüngst im Louise-Henriette-Gymnasium stattfand, wurde genau darüber intensiv diskutiert.
Reger Austausch zu konkreten Fragen
Mehr als 110 Oranienburgerinnen und Oranienburger zwischen 12 und 26 Jahren tauschten sich mit Politik, Verwaltung, Trägern der Jugendarbeit und weiteren Expertinnen und Experten aus. Neben der Kreis- und Bundespolitik waren Vertreterinnen und Vertreter aus fast allen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vor Ort. In 15 Workshops ging es unter anderem darum, was Events für junge Menschen wirklich brauchen, um zu begeistern, was den Schlosspark noch weiter aufwerten würde, ob es mehr überdachte Orte für Jugendliche in der Stadt braucht oder wie Orte speziell nur für Mädchen aussehen könnten. Fachliche Themen wie Hassbotschaften im Netz oder der verantwortungsvolle Umgang mit Künstlicher Intelligenz standen ebenfalls auf der Agenda. Auch Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder sowie Stefanie Rose, Dezernentin für Bürgerdienste, waren vor Ort und beteiligten sich an den Debatten mit Oranienburgs Jugend.
Kinder und Jugendliche auf Augenhöhe einbinden
Was ganz klar wurde bei der Veranstaltung: Kinder und Jugendliche möchten gesehen und gehört werden, sie haben Lust auf Mitreden und Mitentscheiden, und zwar auf Augenhöhe. Das hat beim Jugendforum gut geklappt, viele haben zum ersten Mal an einem solchem Format teilgenommen und sich – auch bei anfänglicher Skepsis – aktiv eingebracht. „Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel durchweg positiv aus“, so Christiane Schulz von der Stabsstelle Jugend und Beteiligung, die das Jugendforum organisiert. „Viele lobten die offene Atmosphäre, die Vielfalt der Themen und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.“
Ideen einreichen für das Jugendbudget
Das Jugendforum ist eine Beteiligungsveranstaltung zum Jugendbudget – ein gesondertes Budget, das die Stadt alle zwei Jahre zur Verfügung stellt, um Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen zu verwirklichen. Mehr als 20 konkrete Ideen sind beim Jugendforum bereits entstanden, darunter ein Styling- und Kosmetik-Workshop, ein Manga-Tauschkurs und Dinge, mit denen die Bibliothek der Dinge in der Stadtbibliothek erweitert werden könnte. Wer eigene Projekte verwirklichen möchte, kann noch bis zum 11. März weitere Ideen einreichen – beispielsweise für Workshops oder Veranstaltungen. Die Einzelpreisgrenze liegt bei 15.000 Euro, die Umsetzung ist für 2026/2027 vorgesehen. Das Gesamtbudget für die Umsetzung von Jugendforum und Jugendbudget beträgt 20.000 Euro pro Jahr. Das nächste Jugendforum ist für 2028 geplant.


