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Ausstellung: »Emys orbicularis - Zeugen der Urzeit«

Datum:

23.08.2019 bis 28.11.2019

Ort:

Tourist-Information

Schloßplatz 2
16515 Oranienburg

(03301) 600 8110
(03301) 600 9302
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Die meisten Menschen mögen Schildkröten. Ihr Aussehen und ihr urtümliches Wesen machen die Tiere einfach sympathisch. Doch gibt es von vielen ihrer Arten immer weniger. Nahezu ausgerottet ist beispielsweise die Riesenschildkröte, zuhause auf Inseln im Pazifischen und Indischen Ozean. Von der Europäischen Sumpfschildkröte wiederum, die bis vor rund 200 Jahren zahlreich zu finden war im deutschsprachigen Raum, existiert in Deutschland noch eine einzige Population in Brandenburg, speziell in der Uckermark. Ungefähr 100 Tiere seien es wohl, sagt Norbert Schneeweiß vom Landesumweltamt Brandenburg.

Ziel der Aussstellung »Emys orbicularis  Zeugen der Urzeit«, derzeit in der Oranienburger Tourist-Information zu sehen, sei es »vor allem Kinder und Jugendliche für den Schutz einer faszinierenden Tierart zu begeistern«, erklärt Organisator Schneeweiß. So werden abenteuerliche Fangaktionen und Freilandstudien beschrieben sowie Entdeckungen der längst vergessenen oder verschollenen Restbestände einstiger Vorkommen einer in Mitteleuropa vom Aussterben bedrohten Art.
Der von der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Artenschutz (AGENA e. V.) erarbeiteten Ausstellung liegt das seit 25 Jahre bestehende Artenschutzprojekt »Sumpfschildkröte in Nordostdeutschland« zugrunde. Es zeugt vom Engagement ehrenamtlicher Naturschützer, Wildbiologen und Forstleute. Einem erfolgreichen Engagement. Die Reliktpopulation im Nordosten der Bundesrepublik nämlich stabilisiere sich gegenwärtig wieder. Damit ist es laut Schneeweiß heute durchaus möglich, einer Schildkröte beispielsweise auf ihrer Landwanderung zum Eiablageplatz zu begegnen.
Auf zahlreichen Fotos, mit Grafiken und Texten wird über die Biologie, die Gefährdung der Art und das Schutzprojekt berichtet.

Die Ausstellung in der Galerie der Tourist-Information ist jeweils zu deren Öffnungszeiten zu sehen. Eintritt frei.

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