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26.11.2025

Städtisches Anti-Mobbing-Projekt abgeschlossen

Mutig gegen Mobbing: Das im vergangenen Jahr gestartete Anti-Mobbing-Projekt an Oranienburger Schulen wurde erfolgreich abgeschlossen. Es hatte sich beim Bürgerhaushalt als Gewinnerprojekt durchgesetzt.

Einschüchtern, beleidigen, anfeinden oder anderen gar körperlich weh tun: Kinder und Jugendliche, die Mobbing erleben, sind seelisch hochbelastet und leiden oft ein ganzes Leben unter den Folgen. Im vergangenen Jahr startete die Stadtverwaltung an den Oranienburger Schulen ein Projekt, das gezielt gegen Mobbing wirken sollte. Es hatte sich beim Bürgerhaushalt 2024 als Gewinnerprojekt durchgesetzt, nun wurde es abgeschlossen.

Studientag und Fortbildungsreihe

„Mit einem mehrstufigen Projekt haben wir genau da angesetzt, wo viele Menschen die ersten leidvollen Erfahrungen mit Mobbing machen, nämlich im Klassenzimmer“, so Christiane Schulz aus der Stabsstelle Jugend und Beteiligung, die das Projekt betreut hat. Angeboten wurden vier verschiedene Teilprojekte, die unabhängig voneinander besucht werden konnten. Darunter ein Studientag und eine Fortbildungsreihe, die sich an Sozialarbeitende sowie an alle Beschäftigten der Grund- und weiterführenden Schulen und Horte richteten. Der Studientag diente dazu, über Mobbing und darüber aufzuklären, wie man mit Kindern ins Gespräch kommt. Das konnte dann auch direkt in Rollenspielen ganz praktisch geübt werden. Auch Fallbeispiele und Situationen aus der Praxis wurden besprochen. Die Fortbildungsreihe diente dazu, Beschäftigte an Schulen zu Mobbing-Interventions-Experten zu qualifizieren. Begleitet wurden der Studientag und die Studienreihe von „Contigo – Schulen ohne Mobbing e.V.“

Theaterstück und Elternabend

Teil des Anti-Mobbing-Projekts war darüber hinaus das Theaterstück „Raus bist du“ des Theaters EUKITEA gGmbH für Kinder der vierten bis sechsten Klasse, das die Dynamik einer Mobbing-Situation kindgerecht veranschaulichte. Auch Eltern konnten das Stück im Rahmen eines Elternabends sehen, der aus einer Aufführung des Theaterstücks und einer anschließenden Diskussion zum Thema Mobbing bestand.

„Angst und Gewalt dürfen an unseren Schulen keinen Platz finden“, so Bürgermeister Alexander Laesicke. „Genau darauf zielte unser Anti-Mobbing-Projekt ab. Ich danke allen Beteiligten, die mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass sich sowohl Beschäftigte an unseren Schulen als auch Eltern und Schüler selbst, so intensiv mit Anzeichen und Auswirkungen von Mobbing beschäftigten konnten und Auswege aus der Mobbing-Spirale aufgezeigt bekommen haben.“

Durchweg positive Resonanz

Alle Teilprojekte sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen. „Die befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen ein durchweg positives Fazit, das freut uns sehr“, so Christiane Schulz. Dass ein solch breites Angebot kostenfrei für alle Beteiligten angeboten werden konnte, ist dem Oranienburger Bürgerhaushalt zu verdanken. Knapp 30.000 Euro hat die Stadt Oranienburg mit Bürgerhaushalts-Mitteln in das Projekt investiert.

Bücher und Spiele für die Bibliothek

Damit die Oranienburgerinnen und Oranienburger auch in Zukunft von dem Projekt profitieren können, wurden für die Stadtbibliothek Bücher, wie Romane und Mangas, sowie Gesellschaftsspiele zu den Themen Ausgrenzung und Mobbing angeschafft. Ab Februar können sie ausgeliehen werden, Lehrkräfte können die Gesellschaftsspiele sogar zusammen mit einer Veranstaltung für Schulklassen buchen