Stadthof zum Jahresbeginn im Dauereinsatz - Hinweise zum Winterdienst
Schnee, Silvestermüll und vieles mehr: Der Stadthof hatte alle Hände voll zu tun, Straßen und Wege von Böller- und Raketenresten zu befreien. Neben dem Tagesgeschäft hat jetzt der Winterdienst oberste Priorität.
Ob Schnee und Glätte oder die Spuren der Silvesternacht: Neben dem üblichen Tagesgeschäft sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadthofs derzeit ganz besonders gefordert. Einen wahrlichen Großeinsatz hatte das Team am Neujahrstag zu vollbringen. Überall in Oranienburg mussten vor allem auf Hauptverkehrsstraßen, Rad- und Gehwegen sowie Plätzen Unmengen an Resten von Böllern und Raketen eingesammelt werden, damit niemand darauf ausrutscht oder darüber stolpert. „Eigentlich gilt das Verursacherprinzip“, erklärt Stadthof-Leiter Andreas Hübsch. „Das heißt, wer Feuerwerk abbrennt, ist auch dafür verantwortlich, die Hinterlassenschaften zu entsorgen.“ Nicht jeder nimmt es damit so genau, weshalb der Stadthof auch in diesem Jahr wieder gut 15 Kubikmeter Silvestermüll eingesammelt hat. Das entspricht rund drei gefüllten Großcontainern. Das Aufräumen und Reinemachen zogen sich entsprechend hin, auch am 2. Januar waren die Mitarbeiter noch damit zugange.
Winterdienst rund um die Uhr
Der Winter sorgt beim Stadthof gleichermaßen für Hochbetrieb. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in den zurückliegenden Tagen rund um die Uhr im Einsatz, um dem Schnee und der Glätte Herr zu werden. Mehr als 40 Stadthof-Mitarbeiter sind für den Winterdienst eingeteilt. Ausgestattet mit vier LKW mit Schiebeschild und Feuchtsalzstreuer, fünf Multicars mit Kehrbürste und Heckanbaustreuer, einem Traktor, zwei Kleintraktoren sowie vier Transportern für Handarbeitskräfte rücken sie dem Winter überall dort zu Leibe, wo er für Autofahrer und Fußgänger zum Problem werden kann. 50 Tonnen Solesalz, 500 Tonnen Auftausalz sowie 120 Tonnen Streusand wurden rechtzeitig vor Wintereinbruch beschafft. 120 Tonnen Salz sowie 50 Tonnen Sand sind mittlerweile bereits verbraucht.
Abgearbeitet wird nach Priorität: Vorrang haben Hauptstraßen, Kreuzungen, Bushaltestellen und Brücken. In Neben- und Anliegerstraßen erfolgt ein Winterdienst seitens der Stadt erst dann, wenn er auf den Hauptverkehrsstraßen bereits erledigt und kurzfristig kein weiterer Schneefall zu erwarten ist. Die Stadt Oranienburg ist nicht – wie oftmals angenommen – verpflichtet, das gesamte Straßennetz von Schnee und Glätte freizuhalten. „Vielmehr muss die Stadt an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen räumen oder streuen“, erklärt Andreas Hübsch.
Müllentsorgung in nicht geräumten Straßen
Das örtliche Müllentsorgungsunternehmen (AWU) kann unter den gegenwärtigen Witterungsbedingungen eine Reihe von Straßen mit seinen Fahrzeugen nicht befahren. Die Stadt kann nicht garantieren und ist auch rechtlich nicht verpflichtet, durch ihren Winterdienst die Müllentsorgung vor Ort zu sichern. Denn Müll ist letztlich von allen Haushalten abzuholen, wodurch schlichtweg jede Straße im Winter zu behandeln wäre – das ließe die Kriterien „Verkehrswichtigkeit“ und „Gefährlichkeit“ bei der oben beschriebenen Priorisierung im Rahmen des Winterdienstes ins Leere laufen.
Sind die Entsorgungsfahrzeuge nicht mit Winterreifen oder Schneeketten ausgerüstet und die Straße nicht sicher befahrbar, ruht die Entsorgungspflicht. In diesen Fällen müssen die Bürgerinnen und Bürger ihren Müll selbst bis zur nächsten benutzbaren Straße bringen.
Da laut den vorliegenden Wettervorhersagen kein schnelles Ende des Winterwetters absehbar ist, wird empfohlen, sich vor dem nächsten Abholtermin bei der AWU zu informieren, ob Ihnen ein möglicher Abholort benannt werden kann, sodass Sie die Abfallgefäße ggf. an diese Stelle bringen können. Die AWU selbst verweist auf ihrer Website darauf, dass in solchen Fällen die Möglichkeit besteht, die Behälter an der nächsten befahrbaren Straße zur Leerung bereitzustellen – hier wäre dann der Tourenplan für die jeweilige Straße zu beachten. Bitte beachten Sie auch die ausführlichen Hinweise der AWU zur aktuellen Situation auf der Website www.awu-oberhavel.de
Der Müll darf nicht in zusätzlichen Beistellsäcken bereitgestellt werden. Diese können leider nicht im Rahmen der regulären Tour mit entsorgt werden. Es besteht jedoch die Option, Siedlungsabfälle bei den Recyclinghöfen kostenpflichtig zu entsorgen (z. B. in Säcken). Abfälle aus der Gelben Tonne (LPV) können kostenfrei bei Grunske in Germendorf abgegeben werden.
Pflichten für Grundstücksbesitzer
Auch private Grundstückseigentümer sind in der Pflicht: Gehwege vor ihren Grundstücken müssen geräumt und gestreut werden. Ist kein Gehweg vorhanden, gilt als Gehweg ein Streifen von jeweils 1,50 Meter Breite entlang der Grundstücksgrenze. Entwässerungsmulden, Hecken, Büsche, Sträucher oder ähnliches bleiben bei der Bemessung der Breite unberücksichtigt – die Räumpflicht beginnt also erst mit Ende dieser „Hindernisse“. Die Winterdienstpflicht besteht werktags von 7 bis 20 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 20 Uhr. Ihre Räum- und Streupflichten können Grundstückseigentümer auch an eine Firma übertragen. Dazu ist ein schriftlicher Antrag beim städtischen Tiefbauamt zu stellen.
Alltagsgeschäft geht weiter
Mag der Winter auch besonders viel Schnee zutage fördern, das Alltagsgeschäft ruht beim Stadthof dennoch nicht. Auch weiterhin müssen mehr als 300 öffentliche Mülleimer in der Stadt entleert, defekte Schilder und Straßenlaternen repariert oder Parkplätze und Uferbereiche von achtlos weggeworfenem Müll befreit werden.
„Ich danke dem Team vom Stadthof für seinen unermüdlichen Einsatz in den zurückliegenden Tagen“, so Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin-Feeder. „Nicht nur unsere Feuerwehr ist das ganze Jahr über im Einsatz, auch die Kolleginnen und Kollegen vom Stadthof haben am Wochenende und rund um den Jahreswechsel dafür gesorgt, dass Oranienburgs Verkehrsnetz sicher, sauber und funktionsfähig bleibt.“


