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18.03.2026

Maßnahmen-Workshop zum Klimaanpassungskonzept am 22. April

Extreme Wetterlagen wie Hitze, Trockenheit, Starkregen und Stürme: Die Veränderungen des Klimas stellen auch die Stadt Oranienburg vor große Herausforderungen – und sie fordern ein gemeinsames Handeln. Um die Menschen in Oranienburg besser vor den Risiken, insbesondere durch Hitze, zu schützen, möchte die Stadtverwaltung ein Klimaanpassungskonzept entwickeln.

Im Juli letzten Jahres fand bereits eine erste öffentliche Veranstaltung dazu statt. Dabei ging es vor allem um das Thema Hitze – wo und wie Oranienburg betroffen ist und welche Risiken sich daraus ergeben.

Am Mittwoch, den 22. April, lädt die Stadt Oranienburg nun zu der Folgeveranstaltung ein: In einem Workshop sollen gemeinsam konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, wie sich Oranienburg gut auf die veränderten Umweltbedingungen vorbereiten und auch die Eigenvorsorge gestärkt werden kann.

Klimarisikoanalyse zeigt mögliche Folgen auf

Bei der Auftaktveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept im vergangenen Juli wurde eine Klimarisikoanalyse vorgestellt, die konkrete mögliche Folgen für das Oranienburger Stadtgebiet benennt: Überschwemmte Straßen, umgekippte Bäume und überlastete Kanalsysteme, die zu Verkehrseinschränkungen führen oder ganze Ortsteile abschneiden − wie im letzten Jahr nach heftigen Unwettern und Sturmböen in Friedrichsthal und Malz. Auch öffentliche Gebäude, wie Schulen oder Kitas und die Gedenkstätte Sachsenhausen, erlitten Schäden, was hohe Kosten verursacht hat.

Genauso ist das Stadtgrün, das unter der Kombination von Trockenheit und Starkregen besonders leidet, von den Folgen betroffen. Insbesondere der Schlosspark benötigt eine angepasste Bepflanzung an die neuen Umweltbedingungen, um trotz Wasserknappheit weiterhin ein attraktiver Besuchermagnet sein zu können. Aber auch in der restlichen Stadt kommt es zu Borkenkäferbefall, Stoffausträgen bei Aussaaten und ausgetrockneten Flussläufen, wie im Fall des Stintgrabens und der Bäke. Der Grundwasserspiegel sinkt zum Teil so stark, dass die Löschwasserentnahme für die Feuerwehren insbesondere in den Ortsteilen zu einer Herausforderung wird. Zudem steigt die Gefahr der Selbstentzündung von Kampfmitteln bei über 25 Grad.

Grundlage für Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts

Die Ergebnisse der Klimarisikoanalyse dienen als eine Grundlage für die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts, das voraussichtlich zu Anfang 2027 fertig sein soll. Zum Workshop am 22. April sind alle Oranienburgerinnen und Oranienburger, Fachakteure, Politikerinnen und Politiker sowie Ortsbeiräte eingeladen.

„Wir möchten alle im Boot haben“, so Enrico Wießner, Dezernent für Stadtentwicklung. „Der Weg zum Klimaanpassungskonzept kann nur dann erfolgreich begangen werden, wenn wir alle mitnehmen und den Prozess unter möglichst großer Beteiligung vollbringen.“

 

Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch, 22. April um 18 Uhr,
um Anmeldung unter klimaschutz@oranienburg.de wird gebeten.
Veranstaltungsort ist das Bürgerzentrum in der Albert-Buchmann-Straße 17.