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Jugendcafé Bernauer Str. 61

Braucht Oranienburg einen neuen Jugendort in zentraler Lage? Der Oranienburger Jugendbeirat sieht dies seit langem so. Er vertritt die Meinung vieler Oranienburger Jugendlicher, dass es in der Innenstadt ein Jugendcafé geben soll.


Neuigkeiten beim Thema Jugendcafé! (Stand: Oktober 2021)

Nachdem der Bürgermeister vorgeschlagen hatte, man könne das Jugendcafé auch an einer anderen Stelle platzieren, startet der Jugendbeirat jetzt eine Online-Beteiligung zu der Frage, an welchem Standort das neue Jugendcafé in der Innenstadt eingerichtet werden soll. In den nächsten zwei Wochen können alle Jugendlichen, die in Oranienburg wohnen oder zur Schule gehen, darüber abstimmen, mit welchem Standort weitergeplant werden soll.

"Wir vertreten zwar die Jugendlichen der Stadt, aber bei so einer wichtigen Entscheidung müssen alle Jugendlichen selbst die Möglichkeit haben mitzureden. Dies ist umso wichtiger, nachdem sich bereits so viele Jugendliche zur Ausgestaltung des Jugendcafés in der Innenstadt eingebracht haben." sagt Caius Hemmerling aus dem Koordinationsteam des Jugendbeirats der Stadt Oranienburg. "Um das zu ermöglichen, haben wir in den letzten zwei Wochen Informationen zum Thema zusammengesammelt und aufgearbeitet, diese sind jetzt auf unserer Website zu finden."

Die Beteiligung wird über die PLACEm-App des Kreisjugendrings durchgeführt. Dort finden regelmäßig Jugendbeteiligungen zu vielen verschiedenen Themen statt.

Hier geht es zur Umfrage: https://kutt.it/Jugendcafe

Was bisher geschah...

Die Stadtverordneten hörten den Jugendbeirat und ließen sich von dessen Argumenten überzeugen. Sie beauftragten die Verwaltung der Stadt damit, geeignete Räumlichkeiten in der Innenstadt zu suchen und diese dann für ein Jugendprojekt vorzubereiten und zur Verfügung zu stellen.

Ein geeigneter Ort wurde in der Bernauer Str. 61 gefunden. Die Räumlichkeiten, die zuletzt mehrere Jahre leer standen, bieten viel Platz.

Aber wie soll dieser neue Jugendort nun aussehen? Was soll zukünftig in der Bernauer Str. 61 stattfinden?

Im Januar und Februar 2020 machte sich die Verwaltung auf den Weg, um  Antworten auf diese Fragen zu finden. Sie lud dazu ein, vor Ort gemeinsam zu überlegen, wie es zukünftig dort sein soll. Besonders angesprochen wurden diejenigen Oranienburger*innen, die die neuen Räumlichkeiten zukünftig nutzen können. Das sind junge Menschen, die in Oranienburg leben oder hier zur Schule gehen. Aber auch Gewerbetreibende, die Nachbarschaft und Kommunalpolitiker*innen wurden gebeten, sich einzubringen.

Gibt es Befürchtungen, Ängste oder Fragen, wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Ort für junge Menschen geschaffen wird?

Während einer Ideenwerkstatt im Januar wurden auch diese Fragen diskutiert. Das Thema „Neues Jugendcafé in der Innenstadt“ stieß in Oranienburg auf so viel Interesse, dass die Räumlichkeiten in der Bernauer Str. 61 gut besucht waren, wie lange nicht mehr. Etwa 80 Interessierte und Engagierte erarbeiteten gemeinsam, für was die neuen Räumlichkeiten zukünftig Raum bieten sollen.

In der zweiten Veranstaltung, zu der als Planungswerkstatt Schüler*innen von Oranienburger weiterführenden Schulen und der Klassenstufe 6 der Grundschulen eigeladen waren, arbeiteten junge Menschen zu 10 Themen. Sie fanden kreative Lösungen für 8 Aufenthaltsbereiche und 2 Querschnittsthemen. Für alle Bereiche als besonders wichtig haben sie  das Vorhandensein von Highspeed-WLAN bestimmt.

Ein neues Jugendcafé in Oranienburg
Ein neues Jugendcafé in Oranienburg




Zu Beginn des Jahres haben viele Menschen mit großem Interesse verfolgt, dass die Stadt plant, einen neuen Jugendort in bester Innenstadtlage zur Verfügung zu stellen.

Es gab einen zweistufigen Beteiligungsprozess, in welchen sich im Januar und Februar mehr als einhundert interessierte, vor allem junge Menschen, einbrachten.

Mit dem Ziel, den neuen Jugendort bereits zum Ende 2020 öffnen zu können, wurde der Beteiligungsprozess erfolgreich abgeschlossen.

Als nächste Schritte müssen nun              

  •  eine sogenannte Nutzungsänderung beantragt und genehmigt werden
  •  es müssen einige bauliche Veränderungen erfolgen
  •  und ein freier Träger der Jugendhilfe muss beauftragt werden, den neuen Jugendort zu gestalten und zu betreuen.

Grundlage für die Genehmigung der Nutzungsänderung ist unter anderem ein Brandschutzkonzept. Dafür konnte kurzfristig kein Gutachter gewonnen werden. Nach Verzögerungen ist es nun aber in der Fertigstellung.

Sobald das fertige Brandschutzkonzept vorliegt, wird die Nutzungsänderung beim Landkreis Oberhavel beantragt. Die Bearbeitungszeit ist  schwer kalkulierbar.

Sobald die Nutzungsänderung genehmigt wurde, können   bauliche Veränderungen beauftragt werden wie der Einbau eines behindertengerechten WC und eventuell festgelegte weitere Änderungen.

Parallel dazu soll ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren begonnen werden, in dem die Stadt einen für die Durchführung des Jugendcafés geeigneten Träger sucht. Eine Grundvoraussetzung für die Eignung eines solchen Trägers ist die Anerkennung als Jugendhilfeträger. Weitere wichtige Kriterien werden gemeinsam mit dem Jugendbeirat erarbeitet. Ein besonders wichtiges Kriterium steht aber bereits fest. Der zukünftige Träger muss die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses berücksichtigen und diesen gemeinsam mit interessierten jungen Menschen weiter führen.

Wichtig ist: Wir können aktuell nicht einschätzen, wie der weitere zeitliche Verlauf des Prozesses, der zur Eröffnung des Jugendcafés führen wird, aussieht. Die Eröffnung zum Ende 2020 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch nicht mehr zu schaffen.