Seiteninhalt

»Mein Weg nach Jerusalem« – Benefizlesung mit dem Bürgermeister

Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke nahm Anfang Mai mit 200 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt am „March of the Living“ in Auschwitz teil. Dies war für ihn eine Herzensangelegenheit. Denn spätestens seit seiner Zeit als Student engagiert er sich für die deutsch-israelische Verständigung. Der konkrete Anstoß dazu liegt in einer Radreise im Jahr 2004 begründet, von der er in einer Benefizlesung am 30. Oktober, 19 Uhr in der Orangerie im Schlosspark berichten wird.

Alexander Laesicke fuhr damals mit dem Fahrrad quer durch Europa und den Nahen Osten. Im Gepäck: ein Stein aus dem Klinkerwerk, einem Außenlager des KZ Sachsenhausen, den er nach 5 523 Kilometern in der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Zeichen der Versöhnung ablegte. Nicht nur Abenteuerlust, Sportsgeist und auch die Suche nach sich selbst trieben ihn als 25-jährigen Studenten an, sondern auch die Idee, damit ein Projekt zur Verständigung zwischen den Kulturen umzusetzen. „Wenn ich an Deutsche und an Juden denke, möchte ich nicht zuerst an Auschwitz denken, sondern an Freunde“ so beschrieb er damals seine Motivation.

Zwölf Länder durchquerte Alexander Laesicke, darunter Serbien, die Türkei und Jordanien. So lernte er auch Syrien noch zu Friedenszeiten kennen. Außerdem konnte er nicht vorhersehen, dass er damit die sogenannte „Balkanroute“ der Flüchtlingswelle von 2015 in umgekehrter Richtung abgefahren war. Seine Eindrücke hat er in dem 2007 im Kinzel-Verlag erschienenen Reisetagebuch „Mein Weg nach Jerusalem. Mit dem Fahrrad nach Yad Vashem“ niedergeschrieben.

Dabei möchte er aber seinen Blick nicht auf die Vergangenheit beschränken, sondern auch erklären, wie er sich als Bürgermeister von Oranienburg für eine respektvolle Erinnerungskultur einsetzen möchte, wie er seine Faszination für andere Länder, Menschen und Kulturen besonders mit jungen Oranienburgern teilen und wie er sich dafür engagieren möchte, dass gerade die historische belastete Stadt zu einem freundlichen Zentrum der Verständigung wird.

Karten für die Lesung gibt es nur an der Abendkasse für 15 Euro pro Person. Die rund 90-minütige Benefizveranstaltung (ohne Pause) findet zugunsten von weiteren Städtepartnerschaftsprojekten der Stadt Oranienburg statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. (03301) 600 60 12 oder per E-Mail an gilz@oranienburg.de.

Seite empfehlen: