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Buslinie 823 startet in die Saison

Wer an Wochenenden oder Feiertagen zu Sehenswürdigkeiten und Naherholungsgebieten im Umland ausschweifen möchte, ohne sich selbst ans Steuer zu setzen, bekommt nun wieder eine gute Gelegenheit. Ab dem 1. Juni verbindet die Wochenend- und Feiertags-Buslinie 823 Oranienburg wieder mit vielen spannenden Ausflugszielen

Samstags, sonntags und an Feiertagen fährt der Bus im Zweistunden-Takt vom Bahnhof Oranienburg unter anderem den Tierpark Germendorf, die Schlösser in Sommerswalde und Schwante, den Spargelhof und das Scheunenviertel in Kremmen an. Auch in der Breite Straße und in der Germendorfer Dorfstraße sind ein Ein-und Ausstieg möglich. Nach einer guten halben Stunde endet die Tour am Markt in Kremmen, von wo es wieder zurückgeht. Der vollständigen Fahrplan ist auf der Website der Oberhavel Verkehrsgesellschaft einzusehen: www.ovg-online.de.

Nach dem Start im Jahr 2019 geht die Linie nun bereits in die vierte Saison. Finanziert wird der Busbetrieb von den Städten Oranienburg und Kremmen sowie der Gemeinde Oberkrämer, die sich mit jeweils 8.300 Euro an den Gesamtkosten beteiligen. In diesem Jahr ist die Buslinie 823 bis zum 30. September im Einsatz.


Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Am 29.04.2019 hat die Stadtverordnetenversammlung die im Rahmen des ÖPNV-Konzeptes erarbeitete Grundvariante 1 als Vorzugsvariante zur Steigerung der Attraktivität des Busverkehrs in der Stadt Oranienburg beschlossen und den Bürgermeister beauftragt, deren Umsetzbarkeit mit dem Landkreis Oberhavel, als Aufgabenträger des ÖPNV, abzustimmen.

Die Grundvariante sieht folgende Maßnahmenbausteine zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV vor:

  • Erreichung einer Stadtbusqualität im Linienverkehr
  • Einrichtung eines Rufbusverkehrs
  • Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV
  • Vereinheitlichung des Tarifs
  • Beschleunigung des Linienverkehrs
  • Schaffung komfortabler Umstiege und Anschlüsse
  • Optimierung der Anbindung der Gedenkstätte
  • Einführung einer Tangentialverbindung Süd zur S-Bahn

Die einzelnen Maßnahmenbausteine sind der am 29.01.2019 im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen, Wohnungswirtschaft, Ökologie und Feuerwehr vorgestellten Präsentation zu entnehmen (s.u.).

Ergänzend zu den Empfehlungen, die zuvor gemeinsam von der Stadtverwaltung und einem einberufenen Fachgremium im Rahmen eines Workshop-Verfahrens erarbeitet worden sind, wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass die für den Ortsteil Wensickendorf in Erwägung gezogene Einführung eines Rufbussystems zunächst als Ergänzung zum Linienverkehr erfolgen soll und vor dessen dauerhafter Inbetriebnahme die Erfahrungen aus anderen, testweise durchgeführten Rufbusverkehren im Stadtgebiet auszuwerten sind.

Des Weiteren soll für die Erschließung des Tierparks Germendorf an besucherstarken Tagen ein Shuttlebusverkehr eingerichtet werden



 Der Bericht zum ÖPNV-Konzept kann im folgenden Dokument eingesehen werden:

 


Umsetzung

 

Tier-, Freizeit und Urzeitpark Germendorf © Frank Liebke
Tier-, Freizeit und Urzeitpark Germendorf © Frank Liebke

Tourismuslinie 823
(Oranienburg-Kremmen)

Eine erste Maßnahme aus dem ÖPNV-Konzept wurde bereits 2020 umgesetzt: Zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober verkehrte mit der Linie 823 zwischen Oranienburg und Kremmen erstmals eine neue ÖPNV-Verbindung, die nicht nur den Tierpark Germendorf und das Scheunenviertel in Kremmen, sondern im Verlauf der Strecke noch weitere touristische Ziele in Schwante und Sommerswalde erschließt.

 




Möglich gemacht wurde dieses zunächst auf die Wochenenden und Feiertage beschränkte Angebot durch den Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung zwischen den betroffenen Kommunen und den begünstigten Unternehmen mit der Oberhavel Holding. Bei entsprechender Nachfrage soll das Angebot auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden.

 


 

Beteiligungsverfahren (Archiv)

Am 29. Mai 2017 hat die Stadtverordnetenversammlung die von einem aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gebildeten Fachgremium vorgeschlagene Vorzugsvariante des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) für die Stadt Oranienburg beschlossen.

Die Vorzugsvariante sieht anstelle der vielfach diskutierten zusätzlichen innerstädtischen Straßenbrücke über die Havel eine konsequente Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs vor. Neben dem Fuß- und Radverkehr soll insbesondere die Nutzung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) in der Stadt deutlich attraktiver werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat deshalb einhergehend mit dem Beschluss des VEP den Auftrag an die Verwaltung erteilt, ein Konzept zu erarbeiten, welches auf eine Angebotsausweitung und mehr Komfort im gesamtstädtischen ÖPNV abzielt.

Die Stadtverwaltung hat daraufhin das Planungsbüro plan:mobil aus Kassel mit der Bestandsanalyse des Busverkehrs beauftragt. Die Ergebnisse der Analyse liegen mittlerweile vor und wurden am 21. März 2018 im Rahmen des 1. Workshops dem analog zur Aufstellung des VEP einberufenen Fachgremium vorgestellt.   

Die Präsentation der Bestandsanalyse und die Ergebnisse des ersten Beteiligungsverfahrens finden Sie in der Dokumentenliste in der Randspalte.

 

Im Rahmen des 2. ÖPNV-Workshops, der am 3. Mai 2018 stattfand, wurden die von den Teilnehmern angeregten Maßnahmen zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes diskutiert und hinsichtlich ihrer Dringlichkeit und Notwendigkeit bewertet.

Die Ergebnisse können nachstehend eingesehen werden:

 

Am 29. August 2018 fand mit dem 3. Workshop die Abschlussveranstaltung im Rahmen der Erarbeitung des ÖPNV-Konzeptes für die Stadt Oranienburg statt. Die Mitglieder des Fachgremiums haben sich mehrheitlich für eine Vorzugsvariante ausgesprochen, die der Stadtverordnetenversammlung in nächster Zeit zum Beschluss vorgelegt werden soll.

Die diskutierten Varianten zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots können in folgenden Dokumenten eingesehen werden: