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29.11.2018

Der Oranienwerk-Spirit besitzt Strahlkraft

Oranienburgs Kultur- und Kreativstandort boomt: Davon hat sich Bürgermeister Alexander Laesicke vor Kurzem bei einem Besuch des Oranienwerks überzeugt. „Für unsere Stadt ist es ein echter Glücksfall, der kreative Hotspot hier tut Oranienburg gut. Ich komme immer sehr gern hierher“, so das Stadtoberhaupt.


200 Veranstaltungen im Jahr, Kunst, Kultur, Tagungen, Partys und Ferienfreizeiten – im Oranienwerk in der Kremmener Straße ist immer etwas los. Außerdem arbeiten 30 meist kreative Unternehmer, Künstler, Architekten und Fotografen täglich in den alten Backsteingebäuden. Die Warteliste für die Ateliers und Arbeitsräume ist lang, denn die Mieten sind bezahlbar und die kreative Umgebung allgegenwärtig.


Wer hier einziehen möchte, bekommt gleich ein gelebtes Netzwerk dazu. „Das Oranienwerk ist mehr als ein Vermieter. Alle Oranienwerker bringen sich ein, zum Beispiel bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen. Sie kooperieren und inspirieren sich gegenseitig mit ihrer Arbeit, das ist immer wieder spannend zu beobachten. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber sehr fruchtbar“, erklärt Marco Bartsch, Leiter des Oranienwerks. 2012 hat der Ingenieur gemeinsam mit einem kleinen Team begonnen, für das verwunschene Kaltwalzwerkgelände ein Konzept zu entwickeln und die behutsame Sanierung eingeleitet. 2014 sind die ersten Mieter eingezogen. „Wir waren von Beginn an komplett belegt, das hat uns selbst überrascht“, erinnert sich der 40-Jährige.

Der Reiz der Industriegeschichte und der Charme des Unfertigen. Beides lässt Raum für Kreativität. Das soll auch so bleiben, selbst wenn es an Ideen für eine Weiterentwicklung des alten Kaltwalzwerkgeländes nicht mangelt: Ein neuer Eingangsbereich, neue Ateliers, der Umbau der Taschenschirmhalle zum multifunktional nutzbaren Veranstaltungsort, der Ausbau der Automatenhalle zur Jugendherberge oder Co-Working Space, eine Anlegestelle für Wasserwanderer – denkbar ist Vieles. „Wir wollen das Gebäude-Ensemble jedoch auf keinen Fall totsanieren, sondern den Charme erhalten“, betont Bartsch. Rechnen muss sich das Ganze natürlich auch, wobei die Rendite für die Eigentümer, den Potsdamer Medizintechnik-Unternehmer Christoph Miethke und seine Frau Sabine Opdensteinen, nicht an erster Stelle steht. So werden die Entwicklungsschritte nach und nach gegangen, investiert wird, wenn ein tragfähiges Konzept dahintersteht. Auch personell. So wird Bartsch im Veranstaltungsbereich mittlerweile von Frank Steinmüller unterstützt.


„Dieser Ort strahlt mittlerweile sowohl ins Land Brandenburg, als auch nach Berlin aus“, sagt Bürgermeister Laesicke. Der behutsame Umgang mit der Industriegeschichte beeindrucke ihn besonders: „Schließlich ist das Gelände eng verbunden mit der Biografie vieler Oranienburgerinnen und Oranienburger.“



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