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Franz-Bobzien-Preis

Bis zum 27.9. können Bewerbungen für den Franz-Bobzien-Preis 2020 eingereicht werden. Die Preisverleihung findet im April 2020 statt, das Preisgeld beträgt 3000 Euro. Hier erfahren Sie alles rund um die Auszeichnung und den Menschen, der hinter dem Preis steht.


Mit der Auszeichnung wollen die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Projekte in Brandenburg und Berlin ehren, die in einem besonderen Maße zur Stärkung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt beitragen.

Besondere Beachtung erhalten Projekte, bei denen es gelingt, die historische Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland mit der Gegenwart zu verknüpfen und die auf ein tolerantes Miteinander in einem geeinten Europa abzielen, das seine Schlussfolgerungen aus den Kriegen und Konflikten des 20. Jahrhunderts gezogen hat.


Bewerben können sich Vereine, Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen, Initiativen, Projekte und Einzelpersonen aus Brandenburg oder Berlin. Die Wettbewerbsteilnehmer können sich als Projektträger direkt bewerben oder vorgeschlagen werden.

Als Wettbewerbsbeiträge müssen konkrete Projekte eingereicht werden, die nach dem 1. Januar 2018 durchgeführt wurden und entweder abgeschlossen sind oder zumindest eine erfolgreiche Teilumsetzung vorweisen können.

Nutzen Sie für Ihre Bewerbung bitte das vorgesehene Formular:

  • Franz-Bobzien-Preis 2020 - Bewerbung (Online-Formular)
  • Ergänzend reichen Sie bitte weitere Projektnachweise wie Fotos, Presseartikel, Projektberichte oder sonstige Veröffentlichungen ein.

Ihre Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte per Post oder per E-Mail an diese Adresse:

Stadt Oranienburg
– Der Bürgermeister –
»Franz-Bobzien-Preis«
Schloßplatz 1
16515 Oranienburg

E-Mail: bobzienpreis@oranienburg.de

Die Stadt Oranienburg hat sich 2008 zum Leitbild der Toleranz bekannt. Ebenfalls seit 2008 ist die Stadt ein von der Bundesregierung ausgezeichneter „Ort der Vielfalt“ und als erste brandenburgische Kommune Partner der Initiative der Landesregierung „Tolerantes Brandenburg“. Sie unterstützt zahlreiche Projekte gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und setzt sich für eine kulturelle und soziale Vielfalt vor Ort ein. Die Stadt Oranienburg ist sich hierbei seiner besonderen historischen Verantwortung bewusst.

Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen wurde 1993 Bestandteil der neu gegründeten Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Ein umfangreicher Prozess der Sanierung und Neugestaltung ist nahezu abgeschlossen. In derzeit 13 unterschiedlichen Dauerausstellungen an den authentischen Orten wird die vielfältige Geschichte des Ortes für die jährlich mehr als 700.000 Besucher aus dem In- und Ausland erfahrbar. Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen wird ein Ort der Trauer und des Gedenkens bleiben. Zugleich hat sie sich zu einem modernen zeithistorischen Museums mit besonderen Aufgaben zum Beispiel bei der humanitären Betreuung von Überlebenden und Angehörigen oder bei der historisch-politischen Bildung gewandelt.

Bereits im März 1933 errichtete die Oranienburger SA in einer alten Brauerei im Stadtzentrum das erste Konzentrationslager in Preußen, das im Juni 1934 von der SS übernommen und wenig später geschlossen wurde. Ab 1936 errichtete die SS am Stadtrand von Oranienburg das Konzentrationslager Sachsenhausen. Es spielte als Modell- und Schulungslager eine besondere Rolle im KZ-System. Ab 1938 befand sich in Oranienburg die Verwaltungszentrale der SS für sämtliche Konzentrationslager. Bis 1945 waren im KZ Sachsenhausen 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, Zehntausende kamen während der Haft um oder wurden Opfer von systematischen Vernichtungsaktionen. Auf den Todesmärschen Ende April 1945 starben noch einmal Tausende Häftlinge. Die rund 3.000 im Hauptlager zurück gelassenen Häftlinge wurden am 22./23. April 1945 von sowjetischen und polnischen Soldaten befreit.

Von 1945 bis 1950 befand sich im Kernbereich des ehemaligen Konzentrationslagers das sowjetische Speziallager Nr. 7/Nr. 1. In den Baracken wurden erneut 60.000 Menschen inhaftiert, mindestens 12.000 von ihnen überlebten das Lager nicht.

Erfahren Sie mehr über Franz Bobzien:

Hier ein Bericht über Franz Bobzien und seine heldenhafte, aber zugleich tragische Lebensgeschichte. Erschienen Dezember 2013 im Tagesspiegel, dem Medienpartner des Franz-Bobzien-Preises: Artikel Tagesspiegel

Preisverleihung

Mit ihrem Projekt »überLAGERt« überzeugte der Landesjugendring Brandenburg e.V. die zehnköpfige Jury und wurde mit dem 3 000 Euro dotierten Franz-Bobzien-Preis der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen am 22. April ausgezeichnet.

Überreicht wurde der Preis von der Brandenburger Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Martina Münch. Im Rahmen einer Festveranstaltung anlässlich des 73. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen wurde der Preis bereits zum fünften Mal verliehen.

Die Jugendlichen setzen sich dabei aktiv mit der Geschichte, hier der NS-Geschichte ihrer eigenen Umgebung auseinander, und widmeten dabei einem Randthema Aufmerksamkeit. Die KZ-Außenlager sind bisher nur unzureichend erforscht: Mehr als 60 Außenlager gab es in Brandenburg, viele sind in Vergessenheit geraten oder neu bebaut. Die Jugendlichen holten so ein wichtiges Stück vergessene Geschichte in das Bewusstsein ihrer Heimatorte zurück.

Platz Zwei bekam die Ernst-Litfaß-Schule, das Berliner Oberstufenzentrum für Mediengestaltung und Medientechnologie, dessen Schülerinnen und Schüler die Lebensgeschichte von Ilse Heinrich recherchierten, die von den Nationalsozialisten als arbeitsscheu und asozial stigmatisiert und ins KZ Ravensbrück verschleppt wurde.

Den dritten Platz erhielt das Ökumenische Forum Berlin Marzahn e.V., das mit einer Gedenk-Stele in der Marzahner Poelchaustraße die Erinnerung an das Wirken von Dorothea und Harald Poelchau buchstäblich in die Öffentlichkeit gestellt und einen Zusammenhang mit heutigen Fragestellungen eines demokratischen, toleranten und freiheitlichen Zusammenlebens hergestellt hat.


Der Franz-Bobzien-Preis 2020 wird im Herbst 2019 ausgeschrieben.

>>Zur ausführlichen Meldung

Franz-Bobzien-Preis 2016

2016 wurde die Kolpingjugend im Diözesanverband Berlin für ihr Projekt »Gegen das VERGESSEN! generationsübergreifend. ehrenamtlich. beständig.« ausgezeichnet.

Den zweiten Preis erhielt die Grundschule Tröbitz für ihre interaktive Schulausstellung »Der verlorene Zug«. Der event-theater e.V. wurde für sein Theaterprojekt »Der Widerstand der kleinen Leute – Der Lebensweg des Max Timmel (1882–1944)« mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Meldung zur Verleihung des Franz-Bobzien-Preises 2016

FBP 2016 - 1. Platz

FBP 2016 - 1. Platz

FBP 2016 - 2. Platz

FBP 2016 - 2. Platz

FBP 2016 - 3. Platz

FBP 2016 - 3. Platz


Franz-Bobzien-Preis 2014

2014 wurde die 7. Integrierte Sekundarschule in der Ringstraße aus Berlin Tempelhof-Schöneberg für ihr »Ziegelsteinprojekt« ausgezeichnet.

Den zweiten Preis teilen sich das Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt aus Schwedt für ihr Projekt »Antirassismus macht Schule« und die drei Initiatoren Stadt Zossen, Evangelischer Kirchenkreis Teltow-Fläming sowie „Bildung und Aufklärung Zossen e.V.“ (BAZ) für ihr Projekt »2013 – Zossen erinnert an 1933 und die Folgen«.

Meldung zur Verleihung des Franz-Bobzien-Preises 2014

FBP 2014 - Verleihung

FBP 2014 - Verleihung

FBP 2014 - Gewinner

FBP 2014 - Gewinner

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