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Partnerstädte

Die Stadt Oranienburg unterhält vier offizielle Partnerschaften zu folgenden Städten im In- und Ausland:

Einwohner: 36.010 (2017)

Fläche: 2,57 km²

Ville de Bagnolet

Tony Di Martino
Bürgermeister

Département de la Seine-Saint-Denis
B.P. 35-93171 Bagnolet Cedex


Alt-Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Bagnolets Bürgermeister Tony Di Martino
Alt-Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Bagnolets Bürgermeister Tony Di Martino

Städtepartnerschaft seit Juni 1964

Die französische Stadt Bagnolet liegt am östlichen Stadtrand von Paris im Département Seine-Saint-Denis und ist insofern mit Oranienburgs Nähe zur Hauptstadt Berlin vergleichbar. Bagnolet jedoch ist ein typischer Vorort von Paris mit überwiegender Wohnbebauung und enger Verkehrsanknüpfung nach Paris. Täglich verkehrt auch ein Linienbus von Bagnolet nach Berlin und umgekehrt.

Die Städtepartnerschaft, damals noch als »Freundschaftsvereinbarung« bezeichnet, wurde mit dem Ziel, kulturelle, sportliche und soziale Beziehungen zwischen beiden Städten zu schaffen, bereits 1964 in Oranienburg unterzeichnet. Leider blieb die Partnerstadt für die Oranienburger lange unerreichbar. Erst nach der Wende entwickelte sich ein regelmäßiger Schüleraustausch, Vertreter von Verwaltung und Kultur besuchten Bagnolet. Beide Städte sind am Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen sehr interessiert.

Einwohner: rund 180.535 (2017)

Fläche: 226,26 km²

Stadt Hamm

Thomas Hunsteger-Petermann (CDU)
Oberbürgermeister

Theodor-Heuss-Platz 16
59065 Hamm


Hamm 1
Hamm 1

Städtepartnerschaft seit dem 17. Oktober 1990

Oranienburgs Partnerstadt Hamm liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, am Rande des Ruhrgebietes.


Hamm wurde 1226 von Graf Adolf von der Mark gegründet, erhielt bald darauf das Stadtrecht und wurde Residenz des Grafen von der Mark. Als Prinzipalstadt der märkischen Städte war Hamm zwischen 1469 und 1651 Mitglied der Hanse. Ab 1787 hatte die Stadt eine eigenständige Kriegs- und Domänenkammer unter Kammerpräsidenten Freiherr vom Stein. Der Bau der Köln-Mindener Eisenbahn (1847) legte den Grundstein zu einer Industriestadt mit Bergbau und einer florierenden Maschinenindustrie. Seit 1820 ist Hamm Sitz des heute größten deutschen Oberlandesgerichtes. Trotz starker Zerstörungen des Ruhrgebietes im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich eine leistungsfähige Großstadt mit vielschichtiger Großindustrie.

Das heutige Hamm ist eine Stadt des Gewerbes, der Schulen, Fachhochschulen und Behörden, aber auch Hafenstadt, Gartenstadt und Einkaufsparadies. Sehenswert sind in Hamm die historischen Baudenkmäler, die zahlreichen Kirchen, welche vom 13. bis 17. Jahrhundert errichtet wurden und die Schlösser Oberwerries (17. Jh.) und Heessen (13. Jh.). Modernes Wahrzeichen ist der größte Glaselefant der Welt (34 Meter) im Maximilian-Park mit dem Eisenbahnmuseum.

Erste Kontakte zwischen den Partnerstädten gab es bereits im Februar 1990 und am 17. Oktober unterzeichneten die damalige Oberbürgermeisterin von Hamm, Sabine Zech und der damalige Oranienburger Bürgermeister Udo Semper die Partnerschaftsurkunde. Ziel der Partnerschaft war damals nicht nur, das gegenseitige Verstehen in der neu gewonnenen Einheit Deutschlands zu fördern, sondern auch durch den Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung die Lebensqualität für die Bürger Oranienburgs zu verbessern.

Tatsächlich unterstützte die Stadt Hamm beim Aufbau der neuen Kommunalverwaltung nach der Wiedervereinigung in Oranienburg durch Entsendung von Mitarbeitern, die sowohl in der Kreisverwaltung als auch in der Stadtverwaltung für längere Zeit tätig waren.


Langsam entwickelten sich die Kontakte zwischen den Städten auch auf andere Ebenen. So werden z.B. seit vielen Jahren die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Feuerwehr Hamm und dem Löschzug II Innenstadt Oranienburg, dem Blinden- und Sehbehindertenverband Oranienburg und Hamm-Ahlen, den Seniorenverbänden und inzwischen auch durch den Ruderverein Hamm und Oranienburg mit regelmäßigen Besuchen und gemeinsamen Aktivitäten gepflegt.


Besonders erfolgreich ist seit vielen Jahren auch ein Projekt auf Verwaltungsebene: Der jährliche Austausch von Auszubildenden, die jeweils für eine Woche die Verwaltung durchlaufen und die Partnerstadt kennenlernen.

Einwohner: 26.183 (2017)

Fläche: 34,46 km²

Stadt Vught

Roderick J. van de Mortel
Oberbürgermeister

Leeuwensteinplein 5
NL-5260 GA Vught (Niederlande)


Vught 1
Vught 1

Städtepartnerschaft seit dem 13. Mai 2000

Das niederländische Städtchen Vught „Fücht“ (gesprochen, was so viel wie „feucht“ bedeutet), liegt in der Provinz Noord Brabant, etwa 60 km von der deutsch-niederländischen Grenze und genau 666 km von Oranienburg entfernt.

Vught ist umgeben von ausgedehnten Wäldern und Seen, die gut erhaltenen historischen Gebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert geben Hinweis darauf, dass Vught schon in der Vergangenheit zu den wohlhabenden Städten zählte. Die Stadt ist geprägt von gepflegten Gärten und Grünanlagen, hübschen Wohnvierteln mit attraktiven Villen und einer gemütlichen Innenstadt mit romantischen Gassen und vielen urtümlichen Restaurants. Eines der schönsten Gebäude ist das alte Rathaus, welches heute nur noch vom Stadtrat für besondere traditionelle Veranstaltungen genutzt wird. Die historischen Räume sind jedoch für Besucher offen.


Oranienburg und Vught haben eine traurige Gemeinsamkeit: In beiden Städten wurden im 2. Weltkrieg Konzentrationslager eingerichtet, in denen tausende Menschen inhaftiert waren. Das „Kamp Vught“ diente der SS als sogenanntes „Judendurchgangslager“. Von hier wurden niederländische Häftlinge später in das KZ Sachsenhausen deportiert, viele von Ihnen haben nicht überlebt. Heute erinnert ein Monument im Stadtpark von Vught an die in Sachsenhausen umgekommenen Niederländer.


Diese Parallele beider Städte während der Zeit des Nationalsozialismus war Anlass der Gründung der Partnerschaft im Jahr 2000. Leo van Deene, einer der überlebenden niederländischen Häftlinge des KZ Sachsenhausen, lud eine Oranienburger Familie (Fam. Naß) 1998 ein, an der jährlich stattfindenden Ehrung der ermordeten niederländischen Sachsenhausen-Häftlinge in Vught teilzunehmen. Der damalige Vughter Bürgermeister, Jan de Groot, bat die Besucher, die Bitte der Vughter Bürger zur Gründung einer Städtepartnerschaft an den Oranienburger Bürgermeister zu übermitteln. Am 13. Mai 2000, wurde die Partnerschaftsurkunde im Oranje-Saal des Oranienburger Schlosses von den Bürgermeistern Jan de Groot und Hans-Joachim Laesicke unterzeichnet. Somit wurde Oranienburgs „jüngste“ Städtepartnerschaft besiegelt.

Die freundschaftlichen Beziehungen zu Vught haben sich durch zahlreiche gemeinsame Projekte und Aktivitäten zu einer lebendigen Partnerschaft entwickelt, die durch die vielen engagierten Vereine und Verbände in Vught erst möglich wurde. So entwickelten sich rege Kontakte zwischen den Chören Cantare und dem Männerchor Vught zu den Oranienburger Chören „viva la Musica“, den Sachsenhausener „Quartettfreunden“ und der Oranienburger „Liedertafel“ sowie zwischen dem Blasmusikverein Oranienburg und den Orchestern „Cromvoirtse Fanfare“ und „Harmonie und Kunst“ Vught. Besonders erfreulich sind auch die freundschaftlichen Begegnungen von jungen Vughtern mit Oranienburger Jugendlichen, die durch die Besuche der Maurick-Dance-Company an Oranienburger Schulen oder den Fußballverein Zvaluw bei TUS Sachsenhausen entstanden. Eine besondere Geste der Verbundenheit war auch der 1-wöchige Aufenthalt einer Gruppe Kinder und Jugendlicher aus dem Kinderhaus Malz in Vught, die auf Einladung des Chores Cantare dort eine unvergessliche Woche erleben konnten und die großzügige Spende des Männerchores Vught an die Musikwerkstatt Eden zur Beschaffung von Instrumenten.


Ein wichtiges Projekt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte beider Städte war 2008 die Entstehung des Films „Retourtje Sachsenhausen“. Jan van den Ende aus Vught, einer der ehemaligen Häftlinge im „Kamp Vught“ wurde 1944 in das KZ Sachsenhausen deportiert. Als einer der letzten Zeitzeugen wollte er seine damaligen Erlebnisse in Sachsenhausen und seine heutigen Eindrücke in der Stadt Oranienburg dokumentieren. Begleitet wurde Jan van den Ende von der 16-jährigen Schülerin Danni Reches, deren Familie ebenfalls Angehörige während des Nazi-Regimes verloren hat. Innerhalb einer Woche entstand eine beeindruckende Dokumentation zweier durch Generationen getrennter Personen, die ihre Emotionen aus ihrer jeweiligen Perspektive schildern. Der Film wurde auch in der Gedenkstätte Sachsenhausen und am Louise-Henriette-Gymnasium gezeigt und den Oranienburger Schulen für Unterrichtszwecke übergeben.

Wer Interesse an diesem Film hat, kann sich an die Stadtverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Frau Rabe, Tel. 03301-600-8102 oder E-Mail unter: rabe@oranienburg.de wenden.

Einwohner: 19.346 (2013)

Fläche: 2.497 ha

Stadt Mělník

Dr. Ctirad Mikes
Oberbürgermeister

Náměstí Míru 1
CZ-27601 Mělník (Tschechien)

Melnik
Melnik

Städtepartnerschaft seit dem 7. Oktober 1974

Die Stadt Mělník (Aussprache: Mjelnieck), rund 30 km von der Hauptstadt Prag und nur 4 Autostunden von Oranienburg entfernt, liegt hoch über dem Zusammenfluss von zwei bekannten böhmischen Flüssen - Elbe und Moldau.

Als Stadt findet Mělník im Jahre 1274 erstmals in der Urkunde des Königs Premysl Otakar II. Erwähnung, jedoch geht ihre Geschichte tatsächlich bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts zurück, was archäologische Untersuchungen der ursprünglichen Burgstätte, (einst Psov genannt) ergaben. Psov wurde im Jahre 874 durch die Eheschließung des ersten historisch belegten böhmischen Fürsten Borivoj mit Ludmila, Tochter des Fürsten Slavibor, zu einem der Stützpunkte des Fürstenpaares am Rand ihrer mittelböhmischen Domäne und später eines der Zentren des Burgsystems. Ende des 10. Jahrhunderts wurden hier von der Fürstin Emma Regina, Gattin des Fürsten Boleslav II, Münzen geprägt, auf denen der Name Emma Regina und auch die Benennung Mělník  (Civitas Melnik) auftaucht, was damit die Umbenennung der Ortsbezeichnung belegt.


Bis ins 15. Jahrhundert war Mělník Stiftssitz der böhmischen Fürstinnen und Königinnen. Die Stadt wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert für ihren Weinanbau berühmt, welcher ebenfalls schon auf das 9. Jahrhundert zurückgeht, jedoch seine tatsächliche Entwicklung erst unter Karl IV. (1346 – 1378), der Weinreben aus Burgund in das Gebiet von Mělník einführen ließ, vorangetrieben wurde. Noch heute wird die Weinbautradition durch die jährlichen Winzerfeste und Veranstaltungen in den alten Weinkellern, in denen u.a. auch die Musterung böhmischer Weinsorten stattfindet, gepflegt.


Zahlreiche historische Bauwerke zeugen bis heute vom früheren Ruhm der Stadt. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören u.a. das Schloss, welches in gräflichem Besitz der Adelsfamilie von Lobkowitz steht, die Sankt Peter- und Paul-Kirche mit dem Beinhaus in der Krypta, die romanisch-gotische Burg Kokorin, das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert und viele Kirchen. Eines der schönsten Bauwerke ist das Prager Tor, welches auf die Zeit um 1500 zurückgeht. Heute werden dort Ausstellungen zeitgenössischer Künstler veranstaltet.

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