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11.07.2019

Für Demokratie und Toleranz: Jetzt bewerben für den Franz-Bobzien-Preis

Die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen haben den Franz-Bobzien-Preis 2020 ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Projekte, die sich für Demokratie, Toleranz und Vielfalt starkmachen. Bewerbungsschluss ist der 27. September. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro.

Im April 2020 wird anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen zum sechsten Mal der Franz-Bobzien-Preis vergeben. Ab sofort können wieder Bewerbungen für den Preis eingereicht werden.

Mit der Auszeichnung wollen die Stadt Oranienburg sowie die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Projekte in Brandenburg und Berlin würdigen, die in einem besonderen Maße zu Demokratie, Toleranz und Vielfalt beitragen. Besondere Beachtung erfahren zudem Projekte, bei denen es gelingt, die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Folgen in Deutschland mit der Gegenwart zu verknüpfen.

„Wer sich Oranienburgs Geschichte anschaut, sieht, wie eine Stadt unter gelebter Toleranz aufblühen und wie sie unter Intoleranz zu einem Ort werden kann, an dem die schlimmsten Verbrechen geschehen“, sagt Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke. „Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, mit dem Franz-Bobzien-Preis Projekte und Menschen auszuzeichnen, die sich für Demokratie, Toleranz und Vielfalt starkmachen. Denn nur eine Gesellschaft, die verschiedene Meinungen und Lebensformen als Bereicherung empfindet, kann am Ende gewinnen. Die Abwesenheit von Toleranz führt ins Unglück“, so Laesicke.

„Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, die Fragen nach Ursachen und Strukturen, die den Zivilisationsbruch des Holocaust ermöglicht haben, sind ein wesentlicher Bestandteil unserer auf Demokratie, Toleranz und Menschenrechten basierenden Gesellschaft“, sagt Axel Drecoll, Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhaussen. „Mit dem Franz-Bobzien-Preis wollen wir daher die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen und Projekte würdigen, die mit Engagement und Empathie diese Geschichte bearbeiten und an die Opfer erinnern“, so Drecoll.

Das Preisgeld für das Gewinnerprojekt beträgt 3000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten attraktive Sachpreise. Bewerbungsschluss ist der 27. September 2019.

Bewerben können sich Vereine, Schulen, sonstige Bildungseinrichtungen, Initiativen und Einzelpersonen aus Brandenburg oder Berlin. Die Wettbewerbsteilnehmer können sich als Projektträger direkt bewerben oder vorgeschlagen werden.

Die genauen Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier:

 Um ein Projekt für den Franz-Bobzien-Preis vorzuschlagen, nutzen Sie bitte das vorgesehene Bewerbungsformular (sie können es per Mail oder Post zusenden):

Hier können Sie sich auch direkt online bewerben:

Hinter dem Franz-Bobzien-Preis stehen nicht nur die Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen, sondern zahlreiche bedeutsame Partner, die das Anliegen des Preises unterstützen: Schirmherr über die Ausschreibung ist der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke. Zudem wird der Preis vom Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg, der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, dem Berliner Ratschlag für Demokratie, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB), dem Zentralrat der Juden in Deutschland sowie dem Tagesspiegel als Medienpartner unterstützt.

Mit der Benennung des Preises nach Franz Bobzien soll dessen mutiger Einsatz unter äußerst gefährlichen Bedingungen gewürdigt werden: Der Lehrer und Politiker Franz Bobzien war ab 1938 aufgrund seines Widerstands gegen das NS-Regime im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierigsten Bedingungen vor allem für jugendliche Mitgefangene. Am 28. März 1941 kam er bei Bombenräumungsarbeiten in Berlin ums Leben.

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