Verschiedene Verkehrsführungen in Oranienburg Süd im Test
Ab 18. Mai werden im Wohnquartier entlang des Oranienburger Kanals in Süd insgesamt drei neue Verkehrsführungen getestet. Ziel ist es, ein Verkehrskonzept aufzustellen, das vor Ort für mehr Ruhe und Sicherheit sorgt. Deshalb können Sie sich jetzt an der Bewertung des aktuellen Verkehrsversuches beteiligen (Link s. unten).
Viel Verkehr, schmale Straßen und eine Grundschule mittendrin: Für das am Oranienburger Kanal angrenzende Wohnquartier in Oranienburg Süd wird derzeit ein Verkehrskonzept entwickelt, das dazu dienen soll, den Verkehr zwischen Berliner Straße, Oranienburger Kanal, Birkenallee und der ehemaligen Bahntrasse der Kremmener Bahn besser zu regeln und sicherer zu gestalten, ohne die Erreichbarkeit für Anwohnerinnen und Anwohner allzu sehr einzuschränken.
Drei verschiedene Varianten zur Verkehrsberuhigung
Ab 18. Mai werden dazu vor Ort drei verschiedene Varianten zur Verkehrsberuhigung erprobt: Zuerst ein nördliches Einfahrverbot für die Straße „Am Kanal“.
Dann folgt ab 22. Juni eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“ mit Freigabe für den Radverkehr.
Zuletzt wird ab 14. September eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Norden in Kombination mit einem nördlichen Einfahrverbot der Straße „Am Kanal“, Freigabe für den Radverkehr und einem südlichen Einfahrverbot der Hildburghausener Straße getestet.
„Alle Varianten werden rund fünf Wochen lang getestet“, erklärt Sven Dehler vom Stadtplanungsamt. Aufgrund der Sommerferien wird die zweite Testphase aber etwas länger dauern, um eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Während die drei Varianten getestet werden, erfolgt parallel eine Verkehrserhebung, um mögliche Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr zu erfassen. „Damit schauen wir, ob sich der Verkehr zum Beispiel verringert oder sich Verkehrsmengen in andere Straßen verlagern“, so Sven Dehler.
Beteiligung erwünscht
Während der drei Testphasen steht hier ein Fragebogen zur Verfügung, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Hinweise zur jeweiligen Verkehrsführung mitteilen können. So sollen sie mitentscheiden, welche Varianten der Verkehrsberuhigung am Ende dauerhaft umgesetzt werden.
Ihre Meinung zur aktuell umgesetzten Verkehrsführungsvariante ist also gefragt: unter dem Link »Jetzt an der Umfrage zu Verkehrsversuch I für das neue Verkehrskonzept Süd teilnehmen« können Sie sich jetzt einbringen.
Erfolgreiche Auftaktveranstaltung
Ende April fand bereits eine erste öffentliche Auftaktveranstaltung statt, in der die Stadtverwaltung ausführlich über das Projekt, bereits durchgeführte Verkehrserhebungen, geplante Verkehrsführungs-Varianten und die Beteiligungsmöglichkeiten informiert hat. Die Veranstaltung war gut besucht. „Dabei gab es durchaus differenzierte Ansichten zur Notwendigkeit einer Verkehrsberuhigung im Quartier bzw. zur Verkehrsbelastung in den einzelnen Straßenzügen“, fasst Bastian Sandig, Mobilitätsmanager der Stadt, zusammen. Thematisiert wurde besonders auch die für viele Anwohnende unbefriedigende Situation vor der Comenius-Grundschule, ausgelöst durch zu viele „Elterntaxis“ und überhöhte Geschwindigkeiten.
Finales Konzept in 2027
Die vollständige Auswertung aller Rückmeldungen, Verkehrsdaten und Verkehrsführungs-Varianten ist für 2027 vorgesehen. Bis dahin wird Oranienburg Süd gewissermaßen zum Reallabor für neue Wege in der Verkehrslenkung. Am Ende geht es dabei um die grundlegende Frage, wie ein Wohnquartier so gestaltet werden kann, dass es in erster Linie Lebensraum bleibt, der nicht übermäßig durch Verkehr belastet ist.
Weitere Informationen finden Sie über das Menü unter der Rubrik »Städtebau & Wirtschaft > Verkehr > Verkehrsentwicklung > Verkehrskonzept Süd.
Erstveröffentlichung dieser Meldung am 07.05.2026


